Sportler greifen zum Brecheisen

von Gabriele Bode

In der Turnhalle Ganspe tut sich etwas: Mit dem Entfernen des alten Hallenbodens wurde begonnen. Die Männersport-Gruppe treibt die Arbeiten voran. BILD: Gabriele Bode

Mit Eigenleistung soll Sanierung vorangetrieben werden

Seit Jahren stockt die geplante Sanierung der Turnhalle in Ganspe. Eigentlich sollte es schon längst einen neuen Hallenboden geben, aber dann waren die Wände nass und müssen nun erst aufwendig saniert werden.

GANSPE. Generationen von Kindern feierten auf dem Hallenboden schon ihre Einschulung. Früher waren Straßenschuhe in der 1963 erbauten Gansper Turnhalle unerwünscht, um Kratzer zu vermeiden. Jetzt wird dem alten Schwingboden mit Sägen und Brechstangen brutal zu Leibe gerückt.

Hiobsbotschaft 2019

Die Männersport-Gruppe des TuS Warfleth hat sich bereit erklärt, tatkräftig mit anzupacken, um die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen endlich voran zu treiben und die klamme Haushaltskasse der Gemeinde durch Eigenleistung etwas zu entlasten.

Bereits im August 2019 freute man sich über die Zusage eines Zuschusses von der Sportstättenförderung für die Sanierung. Doch die damalige Hoffnung auf eine zügige Umsetzung der Bodenerneuerung wurde nach der eingehenden Prüfung des beauftragten Architekturbüros schnell zunichte gemacht: Die Wände waren im Sockelbereich zu feucht. Der neue Schwingboden hätte die Nässe nicht vertragen. Der geplante Austausch der zum großen Teil kaputten Glasbausteine in den Wänden durch Fenster hätte also nicht genügt, um die Wände trocken zu bekommen.

Wände trocken legen

Doch jetzt geht es endlich voran. Damit die Tribünen erhalten bleiben, hat die Männersport-Gruppe sie bereits vor vier Wochen abgebaut, um sie später wieder aufbauen zu können. Neue Zuschauerränge wären im knappen Budget der Gemeinde nicht drin gewesen.

Am Wochenende wurde von den ersten Sportlern mit dem Entfernen des Bodens begonnen. Stückchenweise wird er zunächst auf einer Breite von viereinhalb Metern entlang der Längsseiten aufgenommen, damit dort die Gerüste für die Sanierung der Wände aufgebaut werden können. Und das ist eine genauso langwierige wie staubige Angelegenheit, wie die Männer feststellen mussten.

Denn statt in voller Gruppenstärke wird den Hygiene-Regeln entsprechend nur „schichtweise“ gearbeitet. Aber die Hoffnung, bald ohne Coronabeschränkungen in einer frisch renovierten Halle trainieren zu können, treibt alle an.


 

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