Whale watching führt zu neuem Besucher-Rekord

Artikel vom 25.04.2022

Lutz Timmermann

Anne und Sebastian Kleinbauer (von rechts) und Sohn Emil hielten mit Rangerin Annelie Hedden (links) und deren Kinder Remo und Edda Ausschau nach Schweinswalen. Bild: Lutz Timmermann

 

Hunderte Menschen haben während der Osterfeiertage auf dem Oberfeuer Preußeneck Ausschau nach Schweinswalen gehalten. Die Tiere zeigten sich erst, als die Spektive schon eingepackt waren.

Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, hält eine Neuauflage der Schweinswal-Beobachtung vom Leuchtturm in Eckwarderhörne im nächsten Jahr für „gut möglich“. Ostersonntag bescherte das „Whale watching“ der Stiftung Oberfeuer „Preußeneck“ einen neuen Besucherrekord.

106 Gäste

106 zahlende Gäste registrierte der ehrenamtliche Leuchtturmwärter Jörn Smilgies aus Rodenkirchen. Ostermontag wurden von Leuchtturmwärter Uwe Hudek nochmals 75 Besucher gezählt und am Dienstag kamen 35 Besucher. An diesen drei Tagen war der 44,50 Meter hohe Leuchtturm in Eckwarderhörne bei strahlendem Sonnenschein Ziel vieler Touristen und Einheimischer. Die meisten nahmen das Angebot von Nationalpark-Rangerin Annelie Hedden wahr, von der Besucherplattform in 18,40 Meter Höhe durch Spektive Ausschau nach den bis zu 1,80 Meter langen Tümmlern zu halten. Vergeblich.

Als die Hochleistungs-Fernrohre schon eingepackt waren, kamen die scheuen Schweinswale. Ostersonntag hat Nationalpark-Rangerin Annelie Hedden vier dieser Meeressäuger im Jadebusen vor Eckwarderhörne gesichtet. Mit ihr eine Touristin, die so begeistert war, dass sie am Dienstag nochmals nach Eckwarderhörne kam, in der Hoffnung, mit dem Spektiv den einzigen einheimischen Wal groß sehen zu können. Auch Familie Kleinbauer aus Saarlouis, die in Tossens Urlaub macht, bekam keinen Wal zu sehen, war aber trotzdem begeistert von der Aussicht von der oberen Plattform in 34,50 Meter Höhe auf den Nationalpark und auf Wilhelmshaven.

Wilhelmshaven ist nach Auskunft von Peter Südbeck „der beste Ort in ganz Deutschland“ für die Walbeobachtung. Die Schweinswaltage seien die einzige Veranstaltung, die sich nur auf einen Meeressäuger konzentriert.

Guter Stadnort

In Wilhelmshaven findet diese Veranstaltung noch bis Samstag zum sechsten Mal statt. Erstmalig wurde die Beobachtung von Eckwarderhörne angeboten. „Dieser Standort ist gut. Man muss aber Geduld haben. Das ist Natur“, erzählt der Leiter der Nationalparkverwaltung, der von dem Ausflugsschiff „Harle Kurier“ nahe dem Südstrand Schweinswale beobachtet hat. Die kleinste Walart folgte den Fischschwärmen in den Jadebusen, „verköstigte“ sich an Stint und Hering.


 

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