Die Wache stand seit zwei Jahren leer

Artikel vom 15.04.2022

Stefan Zillich

Oberbürgermeister Carsten Feist, Ralf Janßen, Andreas Leonhardt und Kay Rosenkranz (von rechts) stellten die neue Notunterkunft für Flüchtlinge vor. Bild: Bild: Stefan Zillich

Die Feuerwache in der Albrechtstraße, Wilhelmshaven, wird jetzt wieder genutzt. Die Stadt hat hier eine Notunterkunft für Flüchtlinge eingerichtet.

Flüchtlinge aus der Ukraine kommen auch in Wilhelmshaven an. Bisher hat man diese kurzfristig in Ferienunterkünften und Hotels unterbringen können. Da jetzt aber die Ferien anbrechen und diese Unterkünfte dann von Urlauber belegt werden, hat sich die Stadt Wilhelmshaven um weitere kurzfristige Notunterkünfte bemüht. Eine erste, für über 100 Personen wurde in der Peterstraße eingerichtet. Jetzt ist eine weitere Notunterkunft in Fedderwardergroden eingerichtet worden. Es handelt sich dabei um die ehemalige Feuerwache in der Albrechtstraße. Wie Oberbürgermeister Carsten Feist in einem Pressegespräch zusammen mit Kay Rosenkranz (Feuerwehr Wilhelmshaven), Ralf Janßen (Ordnungsamtsleiter) und Andreas Leonhardt (Stadtverwaltung) erklärte, stand die Wache seit zwei Jahren leer und man sei sehr froh, sie jetzt dieser besonderen Nutzung zuführen zu können.

16 Betten in vier verschiedenen Räumen stehen zur Verfügung. Eine ideale Unterbringung für z.B. vier Familien. Es handelt sich dabei, um eine Notunterkunft, in der die Flüchtlinge nach ihrem Eintreffen und der Meldung kurzfristig untergebracht werden, bis eine bessere Lösung gefunden worden ist. Die Räumlichkeiten befinden sich allesamt noch in einem sehr guten Zustand. Das Gebäude verfügt neben den Schlafplätzen auch über eine voll funktionstüchtige Gemeinschaftsküche, Toiletten, Waschräume, Duschen und zwei Aufenthaltsräumen. Eine Waschmaschine ist nicht vorhanden. Die Wäsche würde dann in einem hiesigen Waschsalon durchgeführt werden. Zusätzlich installiert wurde noch eine große Handyladestation installiert, damit die Flüchtlinge immer Kontakt halten können.

Zurzeit treffen Flüchtling ausschließlich über private Kontakte und Organisationen in Wilhelmshaven ein, Zuweisungen durch das Land Niedersachsen habe es bisher noch nicht gegeben. Diese Flüchtlingsunterkunft, wie auch die Unterkunft in der Peterstraße, soll von einer Hilfsorganisation betrieben werden, es wird kein städtisches Personal eingesetzt. Eine Ausschreibung ist schon erfolgt.


 

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