Einziges veganes Restaurant zieht um

Artikel vom 06.01.2023

Suntke Pendzich

Seit fast zwei Jahren betreibt Geertje Weber das vegane Restaurant „Haus No. Sieben“ in Wilhelmshaven. Nun zieht sie damit innerhalb der Grenzstraße um. Bild: Björn Lübbe

In der Grenzstraße 10 gibt es künftig deftige Hausmannskost aus rein pflanzlichen Zutaten.

Currywurst, Gulasch, Königsberger Klopse, Burger: In ihrem Restaurant „Haus No. Sieben“ kocht Geertje Weber seit inzwischen fast zwei Jahren viel bodenständige Hausmannskost. Es gibt allerdings einen großen Unterschied zu anderen Lokalen: „Haus No. Sieben“ ist das einzige komplett vegane Restaurant in Wilhelmshaven. Das heißt, auch wenn die Gerichte aussehen und auch so deftig schmecken wie die Originale, sie sind alle rein pflanzlich.

Künftig wird es diese Gerichte direkt in Wilhelmshavens Innenstadt geben, denn das „Haus No. Sieben“ zieht „spätestens im Februar“ in das ehemalige „Monty’s“ in der Grenzstraße 10. Solange müssen sich die Gäste auch noch gedulden, denn wegen des bevorstehenden Umzugs sind derzeit Betriebsferien im „Haus No. Sieben“.

Lokal soll nicht groß umgebaut werden

„Als ich gesehen habe, dass das Lokal frei wird, habe ich direkt die Hand gehoben“, erinnert sich Weber im Gespräch mit der Wilhelmshavener Zeitung. Das britische Flair, welches das „Monty’s“ ausgemacht hat, soll künftig zumindest auch ein wenig ins „Haus No. Sieben“ einziehen, denn groß umbauen wird die neue Mieterin das Lokal nicht, verspricht Weber.

Der Umzug kommt für das vegane Restaurant zu keiner einfachen Zeit: Als Weber ihr Lokal 2021 eröffnete, hatte die Corona-Krise Deutschland immer noch fest im Griff. Dennoch lief es zunächst sehr gut und das Restaurant in der Grenzstraße konnte einige Stammkunden gewinnen. „Wahrscheinlich wollten viele Menschen einfach gerne Essen gehen, weil sie wegen Corona schon genug Zuhause sitzen mussten“, meint Weber. Die aktuelle Energiekrise und die Inflation wirken sich hingegen deutlich stärker auf das Geschäft aus, als es die Corona-Krise getan hatte. Sowohl die Restaurantbesuche gehen zurück, als auch die Bestellungen für Menü-Boxen, die Weber stets an Feiertagen anbietet.

Da hilft, dass das Haus No. Sieben inzwischen auch regelmäßig Cateringaufträge für Hochzeiten oder andere Feiern bekommt. Geplant war das nicht, es hat sich so ergeben, erzählt Weber, nachdem Stammgäste sie danach gefragt haben. „Inzwischen hilft das wirklich“, sagt Weber.

Bewährtes Konzept soll erhalten bleiben

Von ihrem neuen Standort verspricht sich die Restaurantbesitzerin einen kleinen Aufschwung, denn künftig ist das Lokal – obgleich in der selben Straße – doch deutlich näher an der Fußgängerzone und somit auch leichter für viele Menschen, die in der Stadt arbeiten, in der Mittagspause zu erreichen. Ihr Konzept von bekannten Gerichten, die vegan interpretiert werden, sei dafür ideal, deswegen will sie daran auch gar nicht viel ändern, verspricht Geertje Weber.


 

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