Es darf wieder gefeiert werden!

Artikel vom 06.07.2022

Gabriele Zawarty

Maritim mit Sonne und Meer: Das „45. Wochenende an der Jade“ zog tausende von Besuchern nach Wilhelmshaven. Bild: Dietmar Bökhaus

Ein Hauch von Woodstock, überwiegend Traumwetter, tausende von Besuchern und eine tolle Stimmung: Das „45. Wochenende an der Jade“ präsentierte sich als gelungenes Fest der Feste in Wilhelmshaven.

Traumwetter mit viel Sonne, einigen Wolken und seltenen Regenschauern, tausende von fröhlichen Besuchern und ein Programm, das trotz diverser Absagen und Veränderungen keine Wünsche offen ließ: Den Neustart des „Wochenende an der Jade“ in Wilhelmshaven nach drei Jahren Pause darf man wohl mehr als gelungen betrachten. „Wir hätten gar nicht gedacht, dass die Norddeutschen so toll feiern können“, war von einer Touristengruppe aus dem Sauerland zu hören. Dieser Meinung schlossen sich nicht nur viele Gäste an, auch Einheimische feierten kräftig mit und genossen das außergewöhnliche Ambiente rund um den Großen Hafen, am Südstrand und in der City.

Ein Hauch Woodstock

Vier Tage lang war das Leben in der Jadestadt im Ausnahmezustand. Zeigte sich der Auftakt am Donnerstagabend noch eher verhaltend und eher entspannt mit einem späteren Regenguss, der so manchen klitschnass nach Hause kommen ließ, war bereits am Freitag bei strahlendem Sommerwetter am Bontekai zeitweise kein Durchkommen mehr. Vor allem die imposante Fregatte „Schleswig Holstein“ erwies sich als Publikumsmagnet und wurde von vielen Besuchern eingehend inspiziert und fotografiert. Am Südstrand erfreuten sich vor allem die jüngeren Besucher an Musik Express & Co sowie an diversen Verkaufsständen. Die große Südstrandbühne am Meer war regelmäßig umringt von Besuchern, die auf der Wiese vor der Bühne ein Hauch „Woodstock“ verbreiteten und teils stehend, teils im Gras liegend Musik, Meer und Maritimes in sich aufsogen. Auch wenn hier zumindest am Samstagabend der Regen ausblieb: Müll und Abfall gab es hier ähnlich wie auf dem legendären Festival. Kritikpunkt einiger Besucher: Zuwenig Toilettten für zuviele Menschen. „Man konnte sich gleich mit seinem Bier an der langen Schlange zu den WCs anstellen“, klagte eine Besucherin.

Zwischen Piraten und Wahrsagern

Für alle, die es etwas gelassener und bühnenmäßig kleiner angehen wollten, war das Piratendorf am Pumpwerk die richtige Anlaufstelle. Hier erwartete die Besucher eine Community, die zwischen Piraten und Mittelalter-Flair angesiedelt, den Alltag in weite Ferne rücken ließ. Zwischen Wahrsagern, Met- und Whiskey-Ständenund einer urigen Schotten-Taverne erklang regelmäßig Irish-Folk-Musik in verschiedenen Varianten. Vor allem die niederländische Band „Rapalje“ (die „Rabauken“ treten am 30. Dezember wieder im Pumpwerk auf) verstand es, ihr Publikum am Freitagabend in die Welt der Kelten zu entführen. Da tanzten nicht Piratenfrauen - und -männer in urigen Kostümen vor der Bühne, auch die kleinen Gäste bewegten sich geschickt zur Dudelsack-Musik und hatten nicht die Absicht, schlafen zu gehen. Fazit: Es darf wieder gefeiert werden. Die Menschen auf dem Wochenende an der Jade machten genau das!


 

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