Kraftvolles Sprachrohr für diejenigen, die nie gehört werden

Artikel vom 21.09.2022

Dietmar Bökhaus

Helmut Möhle, v.l., mit dem Bundesverdienstkreuz. Der erste Gratulant war Oberbürgermeister Carsten Feist. Möhle dankte auch seiner Ehefrau Eva für ihre Unterstützung. Bild: Dietmar Bökhaus

Helmut Möhle ist seit über 40 Jahren als Funktionär, Trainer und Politiker aktiv. Nun wurde der Wilhelmshavener dafür mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Helmut Möhle hat das Bundesverdienstkreuz in einer Feierstunde im Wilhelmshavener Rathaus überreicht bekommen. Ans Revers geheftet wurde es ihm vom Oberbürgermeister der Stadt, Carsten Feist, der Möhle in seiner Laudatio als „kraftvolles Sprachrohr für die, die nie gehört werden“ bezeichnete. Ob im Rat der Stadt, in den Ausschüssen, in denen er vertreten war, im Vereinssport oder als Vorsitzender des „Förderverein Behindertensport“, Helmut Möhle ist seit über 40 Jahren als Funktionär, Trainer und Politiker aktiv, Sportfeste auf die Beine zu stellen und auch Prüfungen zum Sportabzeichen abzunehmen.

Inklusionssportfest

Dabei sind für Möhle Leistungen nicht das wichtigste, hörten die Gäste aus der Familie, dem Sport und Ratsmitgliedern. Ihm gefällt es, wenn die Akteure auf dem Sportplatz mit Leidenschaft dabei sind. Helmut Möhle ist ständig unterwegs, um Spendengelder zu akquirieren, damit Behindertensportler auszustatten und ihnen die Reisen zu Sportstätten außerhalb Wilhelmshavens zu ermöglichen. Das Wilhelmshavener Behindertensportfest, heute Inklusionssportfest, hat er aus der Taufe gehoben, seiner Zeit vor 41 Jahren ohne es zu wissen. Im Ratssaal gab er anlässlich einer Ausstellung über die Behindertenarbeit das Versprechen ab, ein Sportfest für Behinderte zu organisieren. „Was daraus geworden ist, haben wir alle erlebt“, sagte Carsten Feist.

Klare Worte

Die Sportfeste wurden größer, zählten bis zu 1000 Teilnehmer, die aus verschiedenen Ländern anreisten. „In den Sport- Schul- und Sozialausschüssen, denen Möhle angehörte, wurde leidenschaftlich diskutiert“, so Feist in seiner Laudatio. „Da wurde nichts weich gespült, sondern auch mal klare Worte gefunden“. Martin Schadewaldt als Stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Behindertensport lobte wie auch der Banter Pastor Frank Moritz das Engagement des „Bundesverdienstkreuzträgers“. „Wenn sie hier rausgehen, haben sie mit Sicherheit einen Mitgliedsantrag für unseren Förderverein in der Tasche“, versprach Martin Schadewaldt, den Gästen.

Mitgliedsanträge immer dabei

„Helmut hat immer einen dabei“, sagte Schadewaldt unter dem Applaus der Anwesenden. Möhle selbst, hatte das Schlusswort, in dem er sich bedankte, in erster Linie bei seiner Frau Eva, ohne deren Rückendeckung das nicht so geklappt hätte, aber auch bei seinen Vorstandskollegen im Förderverein. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von den Hafenrockern, einer Schulband der Hafenschule Wilhelmshaven.


 

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