Langfristig eine feste Größe im Norden

Artikel vom 11.11.2022

Michael Hacker

Dr. Volker Pirsich (v. li.), Annette Eissing und Dr. Markus Rückert zeigen sich mit dem bisherigen Interesse zufrieden und blicken bereits nach vorne. Bild: Michael Hacker

Die sechs Kirchengemeinden im Norden von Wilhelmshaven haben einen Arbeitskreis gebildet und das Programm der Reihe nochmals ausgeweitet. Jetzt soll ein Förderverein gegründet werden.

Kultur verbindet: Dies gilt seit einiger Zeit auch deutlich stärker im Norden der Jadestadt, wo die sechs Kirchengemeinden Sengwarden, Fedderwarden, Altengroden, Neuengroden, Fedderwardergroden und Voslapp Orte des Zusammenkommens bilden. Auf Initiative von Dr. Volker Pirsich ist die „Kulturkirche im Stadtnorden“ gestartet – ein Arbeitskreis erarbeitet das Programm. Einerseits soll mit dieser Reihe den Bürgern mehr Kultur ermöglicht werden, andererseits dient es als Lernprozess des Zusammenwachsens der sechs Gemeinden zu einer. Denn: „Nur gemeinsam können wir etwas erreichen“, sagt Pirsich.

Der Arbeitskreis hat es sich auf die Fahne geschrieben, die „alten und angenehmen Kirchen“ mit Kultur zu füllen, sie als Orte der Begegnung zu nutzen. Dabei bietet sich den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm – mal musikalisch, mal literarisch. „Wir sind mit dem Start zufrieden“, erklärt Pirsich im Gespräch mit der Wilhelmshavener Zeitung. Nach vielen Monaten der Vorbereitung begann die Reihe am 3. September mit einer „Nacht der offenen Kirche“ (wie berichtet).

Inzwischen ist der Arbeitskreis überzeugt, dass sich die Kulturkirche langfristig im Stadtnorden etablieren wird – auch, weil sie für alle etwas bereithält. Besonders erfreut zeigen sich Pirsich und seine Mitstreiter, dass sich sogar das Marinemusikkorps Wilhelmshaven mit verschiedenen Gruppen beteiligt – und auch perspektivisch dabei bleiben möchte. Neben den bisher bekannten Formaten, zu denen neben größeren Ensembles auch Autorenlesungen gehören – unter anderem in Kooperation mit der Deutsch-Finnischen-Gesellschaft sowie der Landesbühne – , sind für das erste Halbjahr 2023 auch Ausstellungen vorgesehen. Dort geht es dann beispielsweise um Orgelbauer Arp Schnitger. Hinzu kommt eine neue Reihe unter dem Titel „Eine Stunde in....“, bei der die Geschichten der jeweiligen Kirchen näher beleuchtet werden. „Geplant sind Informationen über die Kirche, Orgelmusik sowie ein Chorauftritt“, erklärt Annette Eissing vom Arbeitskreis.

Derzeit finanziert sich die Kulturkirche aus Beiträgen der Kirchengemeinden sowie durch Spenden der Besucher. Das bedeutet auch, dass mitunter lediglich ein begrenztes Budget zur Verfügung steht, um die Kulturschaffenden, die bei den meist kostenfreien Veranstaltungen auftreten, zu bezahlen.

„Wir sind derzeit auf einem sehr guten Weg, einen Förderverein ins Leben zu rufen. Die Satzung steht und die Gemeinnützigkeit wurde bereits abgenommen“, erklärt Dr. Markus Rückert, der als Außenstehender den Arbeitskreis unterstützt. Voraussichtlich im Dezember soll die Gründung erfolgen, wenn auch alle Formalitäten endgültig geklärt sind.


 

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