Luxusyacht im Jadefahrwasser wirft viele Fragen und Gerüchte auf

Artikel vom 05.08.2023

Dietmar Bökhaus

Schlicht und elegant: Die „Celerius“ wurde jetzt während ihrer Erprobung im Jadefahrwasser gesichtet. Das 118 Meter lange Megayacht soll einem Amerikaner mit deutschen Wurzeln gehören. Von der Werft bestätigt wurde das allerdings nicht. Bild: Dietmar Bökhaus

Neben russischen und ukrainischen Oligarchen lassen auch immer öfter Araber Superyachten bauen. Wem die „Celerius“, die jetzt im Jadefahrwasser gesichtet wurde, gehören soll und was das Besondere an dem Schiff ist.

Wilhelmshaven - Allen Klimadiskussionen zum Trotz: Megayachten bleiben im Trend; zumindest bei denjenigen, die es sich leisten können. Und das sind zurzeit nicht nur russische und ukrainische Oligarchen. So soll die derzeit sich im Jadefahrwasser auf Probefahrt befindende Luxusyacht „Celerius“ einem in Dubai lebenden amerikanischen Milliardär mit deutschen Wurzeln gehören. Und dieser scheint wie in arabischen Ländern nicht unüblich, der Extravaganz sehr zugetan zu sein.

Eine Neptun-Lounge mit einem 3,40 Meter mal 1,30 Meter großen Unterwasserfenster, das einen einzigartigen Blick in die Welt unter dem Meeresspiegel gewährt, befindet sich auf der Steuerbordseite der Luxusyacht. Dazu ziert ein zwölf Meter messendes Pool-Rechteck auf dem Achterdeck das schwarze, elegante Schiff. Und als erste Megayacht verfügt die „Celerius“ über einen rein elektrischen Antrieb.

Liva: Dänisch oder türkisch?

Vermutlich in den nächsten Wochen wird der Auftraggeber die Yacht übernehmen. Diese soll dann den Namen der Ehefrau des Auftraggebers „Liva“ erhalten. Liva gilt besonders in Dänemark als ein sehr beliebter und moderner Mädchenname, ist aber auch in der Türkei als Name mit arabischer Herkunft bekannt.

Immer wieder sind Megayachten, die von den deutschen Werftgruppen „Lürssen“ oder „Abeking & Rasmussen“ gebaut werden, im Rahmen ihrer Erprobungsfahrten im Jadefahrwasser vor Wilhelmshaven, Hooksiel oder Schillig zu entdecken. So auch die Megayacht „Celerius“, die von der Werft Abeking & Rasmussen (A & R) gebaut wurde. Nach den beiden neuen Minenjagdbooten für die Indonesische Marine hat jetzt die im Dezember 2022 zu Wasser gelassene „Celerius“ ihre Bauwerft in Lemwerder zu ersten Erprobungsfahrten verlassen.

Preis bleibt geheim

118,20 Meter lang ist die Yacht, die nach Werftangaben das gro?ßte bisher gebaute Schiff in der über 115-jährigen Geschichte der Werft darstellt. Das Design wurde vom Büro Joseph Dirand Architecture aus Paris entworfen. Über weitere Details hüllt sich die Werft, wie üblich bei solchen Projekten, in Schweigen, was auch für den Preis der Yacht und den Eigner gilt. In der Weltrangliste der größten Yachten wird die „Celerius“ auf Platz 43 geführt.


 

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