Alexander Janz und Reiko Yamaguchi erhalten den Preis der NORDWESTKUNST 2021

Artikel vom 05.11.2021

NWS

Reiko Yamaguchi, Landschaft im Haus, 2020, Videoprojektion auf Vorhang.
                                                     Foto: Ricardo Nunes

Wilhelmshaven. Am 29. Oktober tagte eine Jury in der Kunsthalle Wilhelmshaven, der Dr. Reinhard Spieler, Direktor des Sprengel Museums Hannover, Anna Jehle & Juliane Schickedanz, Direktorinnen der Kunsthalle Osnabrück, Christoph Goritz und Dirk Adena, Vorstand des Vereins der Kunstfreunde für Wilhelmshaven e. V. und Petra Stegmann, Leiterin der Kunsthalle Wilhelmshaven, angehörten. Sie wählten unter den Arbeiten der 25 für den Preis nominierten Künstler*innen den 1994 in Villingen-Schwenningen geborenen Alexander Janz, der sein Studium der bildenden Kunst 2019 an der HBK Braunschweig abschloss sowie die 1982 in Okayama geborene Reiko Yamaguchi, die ebenfalls Absolventin der HBK Braunschweig ist.

Die künstlerischen Arbeiten des in Hannover lebenden Alexander Janz und der Braunschweigerin Reiko Yamaguchi verbindet eine poetische Bildsprache, die über das Gesehene hinausweist.
Alexander Janz gestaltet durch minimalistische, kaum sichtbare Eingriffe eine Poesie im Raum: eine Pfütze, die nur in kurzen Momenten zu sehen ist, und sonst nur beim langsamen Abschreiten als Vertiefung im Pflaster spürbar wird.
Wenn es regnet und sich die Pfütze füllt, ändert sie den Weg der Menschen, die unterwegs sind und bildet einen vergänglichen Spiegel, der Bäume, Sträucher, Häuser und den Himmel sichtbar werden lässt.
Die Künstlerin Reiko Yamaguchi erreicht mit einer Videoprojektion der umgebenden Natur auf eine Gardine vor dem Fenster eine Verbindung von Innen und Außen. Wirklichkeit und projizierte Wirklichkeit werden so zu ebenbürtigen Mitspielern im Gewebe der Wahrnehmungen. So wird die Gardine zur zarten Membran, die Projek­tion und tatsächliche Wahrnehmung verschmelzen lässt.
Der Blick aus dem Raum wird von außen zu einem Einblick in den Raum, dessen diaphane Grenze eine Erinnerung an das lebendige Außen im Inneren zeigt.
Die Ausstellung mit den Arbeiten der für den Preis nominierten Künstler*innen ist noch bis zum 21. November in der Kunsthalle Wilhelmshaven zu sehen.
Künstler*innen der Ausstellung sindAnna Bart, Helga Beisheim, Katja Blum, Lisa Lotti Brockmann, Eddie de Goër, Gruppe Stumpf, Muharrem Elburuz Fidan, Sara Förster, Kornelia Hoffmann, Lisa Hoffmann, Alexander Janz, Miriam Laage, Christian Retschlag, Simon Ringelhan, Anna Sasse, Elke Schweigart, Ul Seo, Hassan Sheidaei, Irene Strese, Philipp Valenta, Jet van Oosten, Daniela Wesenberg, Reiko Yamaguchi, Noriko Yamamoto.


 

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