Bevölkerungsrückgang in der Jadestadt

gms

Die Zeit der vollen Einkaufszeiten ist vorbei. Nicht nur die Corona-Einschränkungen, sondern auch der Bevölkerungsrückgang in Wilhelmshaven sorgt für leerere Straßen. Foto: WZ-Bilddienst

Die Bevölkerungszahl in Wilhelmshaven ist im vergangenen Jahr gesunken: 78.048 Menschen hatten zum Stichtag 31. Dezember 2020 in der Jadestadt ihren Hauptwohnsitz gemeldet.

Das sind fast 1.000 Personen weniger als noch im Vorjahr.

Zu diesem Ergebnis kommt die „Bevölkerungsstatistik 21“, die die Stadt Wilhelmshaven nun veröffentlicht hat.

Erstmals seit langem zogen mehr Menschen aus Wilhelmshaven weg, als zugezogen sind. Ein Trend, den auch andere Städte wie Salzgitter, Wolfsburg oder Göttingen im vergangenen Jahr registriert haben.

Ursache könnte die Corona-Krise sein: so gab es 2020 beispielsweise deutlich weniger Zuzüge aus dem Ausland sowie einen deutlichen Rückgang junger Erwachsener. Normalerweise steigt der Anteil der 18- bis 25-Jährigen im zweiten Halbjahr in Wilhelmshaven mit dem beginnenden Wintersemester an der Jade Hochschule. Da jedoch die Präsenzphasen im Studium corona-bedingt seltener stattfinden bzw. ganz ausgesetzt sind und verstärkt durch entsprechende Online-Möglichkeiten studiert wird, scheint eine Erklärung für diese Entwicklung plausibel.

Per Saldo sind im Jahr 2020 mit 299 Personen fast doppelt so viele Wilhelmshavener als im Vorjahr (157 Personen) von der Jadestadt in den Landkreis Friesland gezogen. Ein möglicher Grund könnten die Neubaugebiete in den umliegenden Gemeinden sein.

Mit dem Startschuss für den zweiten Bauabschnitt in Potenburg will die Stadtverwaltung dem Wunsch nach der Möglichkeit zur Errichtung eines Eigenheims nachkommen.

Aber die „Bevölkerungsstatistik 21“ offenbart noch andere spannende Zahlen: So ist das Verhältnis von Frauen zu Männern beispielsweise fast ausgeglichen – 38.985 Frauen standen zum Stichtag 39.093 gegenüber. Das Durchschnittsalter betrug 46,3 Jahre, womit die Bevölkerung im Vergleich zum Vorjahr leicht gealtert ist (2019: 46,1 Jahre). Jede*r vierte Wilhelmshavener*in war 2020 65 Jahre oder älter – in Gesamtsumme zählten 20.108 Personen, und damit 25,8 Prozent, zur Gruppe der Senioren. 11.183 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre machten Ende 2020 einen Anteil von 14,3 Prozent an der Bevölkerung aus.

In jedem zweiten der 43.947 Wilhelmshavener Haushalten lebte zum Stichtag ein Single (52,9 Prozent), wobei der Anteil der männlichen Singles mit 53,2 Prozent höher lag als der der weiblichen.

In gut jedem siebten Haushalt lebten minderjährige Kinder (14,8 Prozent). Damit ergab sich statistisch ein Durchschnitt von 1,8 Personen pro Haushalt in der Jadestadt.


 

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