Touristen können aufatmen – Behelfsbrücke ist wieder frei

Artikel vom 24.06.2022

Gabriele Zawarty Und Dietmar Bökhaus

Die Sanierung der denkmalgeschützten Deichbrücke in Wilhelmshaven geht in die nächste Runde. Das Dükergerüst wurde am Mittwoch montiert. Das Foto zeigt das gewaltige Stahlgerüst am Haken des niederländischen Schwimmkrans Triton. Es wird etwa sieben Meter unter der Wasseroberfläche seinen zukünftigen Platz finden. Betonplatten werden das Gerüst absichern. Bild: Dietmar Bökhaus

Bei einer Länge von etwa 40 Metern und rund 140 Tonnen Gewicht war Fingerspitzengefühl vom Kranführer gefordert, als er jetzt an der Wilhelmshavener Deichbrücke den 100 Jahre alten Düker montierte.

Touristen irren umher und wissen trotz der Beschilderung auf dem Valoisplatz bzw. dem Gotthilf-Hagen-Platz oft nicht, wie sie zum Südstrand kommen sollen. So wie Tina und Mark aus Unna bei Dortmund. Sie machen derzeit Urlaub in Dangast und wollten sich Wilhelmshaven anschauen. Dazu gehörte für das Paar auch der Südstrand. Nur, wie kommt man dorthin? Hilflos standen sie am Mittwochmittag vor der Deichbrücke und wussten nicht, was sie machen sollten. Zum Glück fanden die „Ruhrpottler“ einen hilfsbereiten Jadestädter, der ihnen den Weg über die Kaiser-Wilhelm-Brücke zum Südstrand erklärte.

100 Jahre alte Düker ausgebaut

Seitdem die Brücke an der Jadeallee seit Mitte Oktober 2020 gesperrt wurde, müssen Fußgänger die Behelfsbrücke nutzen, um über den Kanal zu kommen. Diese stand seit Dienstag aber auch nicht mehr zur Verfügung, da der städtische Eigenbetrieb TBW im Rahmen der derzeit laufende Dükersanierung den über 100 Jahre alten Düker ausgebaut und am Mittwoch durch ein neues Bauwerk, das auf der Süd-Kaje am Ems-Jade-Kanal vormontiert wurde, wieder eingebaut hatte. In diesem Gerüst sind eine Vielzahl von Ver- und Entsorgungsleitungen verbaut, die den südlichen Teil der Stadt an das Abwassernetz anschließen.

Schneller als gedacht

Der Transport des Dükergerüstes zur Einbaustelle erfolgte zum Glück schneller als gedacht. Somit konnte die Behelfsbrücke neben der Deichbrücke bereits am Mittwochnachmittag wieder montiert und für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen sowie Einsatzfahrzeuge frei gegeben werden. Der Einbau des Dükers selbst dauerte nur einen Tag. Man ging aber von insgesamt vier Tagen aus, da der Transport des Dükers zur Einbaustelle bedingte, dass die Behelfsbrücke gequert wurde. Deren Durchfahrtsbreite reichte nicht aus. Deshalb musste die Behelfsbrücke für die Fußgänger gesperrt und demontiert werden. Nach der Durchfahrt des Schwimmkrans konnte die Brücke nun wieder montiert und freigegeben gegeben werden. Bis zum Frühjahr 2023 sollen dann auch die Arbeiten an der gesamten Baustelle abgeschlossen sein, so die derzeitigen Planungen.? Einheimische und Touristen wird es freuen.


 

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