Von Spinnweben bis zum Kothaufen: Jugendliche in der Natur

Artikel vom 13.06.2022

Henning Karasch

Jugendliche aus den verschiedensten Ländern der Oberschule Paul-Hug-Straße erlebten draußen und jenseits von Schule die Natur. Bild: Henning Karasch

Mit großer Begeisterung beschäftigten sich jetzt Schülerinnen und Schüler der Oberschule Paul-Hug-Straße in Wilhelmshaven mit der Natur in ihrer unmittelbaren städtischen Umgebung.

Mit großer Begeisterung beschäftigten sich jetzt Schülerinnen und Schüler der Oberschule Paul-Hug-Straße mit der Natur in ihrer unmittelbaren städtischen Umgebung. Projektträger ist der Jugendmigrationsdienst Wilhelmshaven/Friesland (JMD) des Paritätischen Friesland unter der Leitung von Diplompädagogin Petra Tute. Planung und Durchführung lagen bei „grün & bunt – Natur erleben“ mit Conny Perschmann und Michèle Gürth.

„Das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend förderte das Projekt“, erläuterte Petra Tute. Jede der drei Klassen der Oberschule war an jeweils vier Terminen rund um ihre Schule mitten in der Stadt und abschließend an einem weiteren Termin auf der früheren Hofstelle Wiemkerei im Rüstringer Stadtpark unterwegs. Sie lernten, welche Wildkräuter sich eignen, um einen leckeren Quark zuzubereiten. Gemeinsam überlegten sie, welche Spuren welches Tier hinterlässt. Die vielfältigen Antworten reichten von Spinnweben über Kothaufen bis zu abgenagten Blättern, hatte Sozialarbeiterin Claudia Wichards von der Oberschule beobachtet.

Viele spannende Fragen

„Es ist wichtig, dass die Kinder draußen sind und ihre Umgebung jenseits von Schule und Zuhause kennenlernen“, fügte sie an. Die Kinder lernten den sicheren Umgang mit einem Schnitzmesser, erforschten Licht und Schatten und welche Kraft die Sonne hat. Zum vierten und letzten Termin an der Wiemkerei waren auch Eltern und Geschwister eingeladen. Die Kinder stellten vor, was sie alles dazugelernt hatten. Lehrkräfte und Klassenassistenten begleiteten die Gruppen während der 18 Doppelstunden. Als das Projekt im ersten Durchgang im Februar startete, saßen die Kinder noch um eine Feuerschale. Die vorletzte Gruppe suchte bereits den Schatten auf. Stets passten Conny Perschmann und Michèle Gürth die Inhalte der Jahreszeit und dem Wetter an.

„Das Projekt soll auch den Spracherwerb und die Deutschkenntnisse fördern“, sagte Petra Tute. „Je früher wir die Kinder abholen, desto besser. Sie stellen viele spannende Fragen“, fügte Claudia Wichards hinzu. Im Sommer soll es ein großes Abschlussfest mit alle Projektteilnehmern, Eltern, Freunden und Mitschülern geben.


 

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