„Wir stehen den Menschen in der Krise bei“

Artikel vom 13.07.2022

Der Vorstand, von links: Rolf Heßelbarth, Dr. Ruth Krainau, Petra Schulz, Erdmute Fuhrmann und Peter Hillje. Bild: Stefanie Gründler

Der Ambulante Hospizdienst Wilhelmshaven-Friesland informierte auf der Jahreshauptversammlung über seine Arbeit.

Die Jahreshauptversammlung des Ambulanten Hospizdienstes Wilhelmshaven-Friesland fand am 12. Mai im Gorch-Fock-Haus statt. Etwa 30 Mitglieder folgten der Einladung. Eine technische Herausforderung stellte es dar, die Schatzmeisterin der Sitzung online dazu zu schalten. Dies funktionierte reibungslos und somit konnte Frau Schulz die Finanzlage des Vereins erklären und entlastet werden. Weiterhin gab es Änderungen im Vorstand. Der amtierende 1. Vorsitzende Dr. Klaus Raab stellte sich nicht mehr zur Verfügung, ebenfalls trat Frau Dr. Lieselotte Adler aus dem Vorstand zurück. Rolf Heßelbarth übernimmt ab sofort den 1. Vorsitz und Frau Dr. Ruth Krainau unterstützt im weiteren Vorstand. Bestätigt wurden in der Versammlung Peter Hillje als 2. Vorsitzender, Frau Petra Schulz als Schatzmeisterin und Erdmute Fuhrmann in der Vorstandsarbeit. Trotz erschwerter Bedingungen durch Corona konnte der Verein positiv auf das vergangene Jahr blicken. Ein Wermutstropfen für die engagierten Mitglieder bleibt, dass die Arbeit des Ambulanten Hospizdienstes in der Bevölkerung oft nicht bekannt ist. So ist jedenfalls der Eindruck. Dabei ist die Arbeit für Menschen mit einer lebensverkürzenden Diagnose so wertvoll.

Der Dienst ist ein eigenständiger Verein und begleitet Menschen im eigenen zuhause. Den besonderen Unterschied zu den stationären Hospizen erklärt die Koordinatorin Beate Richter in ihrem Tätigkeitsbericht so: „Wir kommen ab Diagnosestellung und stehen in der Krise bei, wir sind nicht erst in den letzten Lebenswochen für die Menschen da. Geht es den Menschen besser, ziehen wir uns aus der Situation zurück.“ Entlastungsangebote durch die ehrenamtlich Mitarbeitenden verschaffen den pflegenden An- und Zugehörigen seltene Freiräume, um Zeit für sich selbst zu haben. Beate Richter ist mit ihrer Kollegin Stefanie Gründler die einzige hauptberufliche Angestellte im Verein.


 

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