Zurück aus der Prüfungs-Hölle: Wie meine Prüfung verlief und wieso das Outfit so wichtig war

Artikel vom 01.09.2023

Gabriele Richardt

Das Bild der Woche hat Michael Keiser aufgenommen. Es ist im Park der Gärten entstanden, in dem aktuell die Illumination zu sehen ist. 

Moin ihr Nordlichter,
 
wie erwartet bin ich zurück.  Die vergangene Woche war heftig. Am Montag und Dienstag wurde ich noch von meinen lieben Kolleginnen mit Prüfungssimulationen auf die BWL-Nachprüfung vorbereitet und dann musste ich noch herausfinden, was ich für die Prüfung anziehen möchte.Hohe Schuhe, flache Schuhe, Haare offen, Haare geschlossen, welchen Blazer ziehe ich an, lieber noch ein zweites weißes T-Shirt mitnehmen, falls das Erste dreckig wird und natürlich für eine Nacht fünf Paar Socken und drei „Schlüpper“ einpacken. Man kennts. Dann gings es Dienstagnachmittag los Richtung Dortmund. 239 Kilometer hat eine Strecke. Da eine meiner besten Freundinnen dort in der Nähe wohnt, habe ich die Nacht bei ihr verbracht.  Es war eine super Ablenkung und ich habe sogar noch eine kleine Aufmerksamkeit (Schoki, Nüsse und eine große CapriSun = früher Capri Sonne) bekommen. Am nächsten Tag war ich  dann viel zu früh wach. Und mit viel zu früh, meine ich viel zu früh.
Meine Prüfung war um 15.20 Uhr und ich war das erste Mal um 04.30 Uhr wach. Die Aufregung machte sich breit. Nachdem ich mein Gedankenkarussell durchgespielt hatte, konnte ich meinen Körper allerdings überreden weiterzuschlafen. Um 08.00 Uhr bin ich dann aufgestanden, ich glaube ich muss nicht sagen, dass ich völlig „zerklatscht“ dasaß und nichts mit mir anzufangen wusste. Also was macht man am besten? Sich ablenken und alle möglichen Leute nerven. Gedacht, getan. Irgendwann war es aber dann auch 11.30 Uhr. Zeit, um noch ein Mittagessen zu sich zu nehmen. Nachdem ich gestärkt war, habe ich mich für die Prüfung fertig gemacht. Um 13.45 Uhr ging es dann los. Bloß nicht zu spät kommen. Ich musste noch 60 Kilometer dahinfahren. Ich bin gut durchgekommen, jedoch habe ich mich einmal verfahren. Zum Glück hatte ich Zeit eingeplant. Nachdem ich es dann endlich geschafft hatte die richtige Abfahrt zu wählen und am Ziel angekommen war, hieß es warten.
Zum Glück war ich nicht allein, denn zwei meiner Kommilitoninnen waren ebenfalls da. Das war ein schönes Gefühl. Und dann ging es los. Ich war so aufgeregt, dass ich kaum sprechen konnte. Ich kriege sogar jetzt beim Verfassen des Textes schwitzige Hände. Ich bin von einem der Prüfer in einem Raum geführt worden und da stand dann ein Monitor, komplett ausgeleuchtet mit einem Stuhl. Der Prüfer meinte, dass ich mir gerne etwas zu trinken nehmen darf und mich setzen soll, er geht nun in seinen Raum. Gesagt, getan. Und nun saß ich da und drei Prüfer starrten mich freundlich über den Bildschirm an. Es kam mir vor wie in einem Traum. Es hat sich gar nicht angefühlt wie eine Prüfung. Ich bin herzlich begrüßt worden, es wurde mein Gesundheitszustand abgefragt und ich musste meinen Personalausweis vorzeigen. Dann wurden mir Fragen gestellt, es hat sich angefühlt wie bei „Wer wird Millionär“ nur mit dem Unterschied, dass ich bei einer falschen Antwort nicht direkt rausfliege. Und als ich dachte nun geht es richtig in „Sachen“, sprich nun werden die Frage härter und ich muss mich richtig beweisen, war alles vorbei.  Mir wurde gesagt, dass sie sich zur Beratung zurückziehen und gleich wieder kommen. Ich schaute auf die Uhr.
Es war 15.27 Uhr. Ich dachte, was habe ich falsch gemacht, stellt mir doch noch weitere Fragen, ich habe doch so viel gelernt, habe mich so angestrengt, ich kann doch so viel mehr. Während ich so über meine Gedanken kreiste, erschienen die Prüfer schon wieder auf meinem Bildschirm und teilten mir mit, dass ich bestanden hätte. Ich habe 87 Punkte geholt. Ich war so sprachlos, dass ich nur ein leises „Wow“ rausgebracht habe. Im Endergebnis heißt das, dass ich nun 58 Punkte auf meinem „Schein“ stehen habe. Als ich auf dem Rückweg war, habe ich vor lauter Freude erst einmal angefangen zu weinen.Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Und dann ging es wieder 200 Kilometer nach Hause. Ich habe knapp 500 Kilometer gerissen für sieben Minuten. WAHNSINN! Nun stecke ich den Vorbereitungen für meine Ausbildereignungsprüfung. Der theoretische Teil ist nämlich nächste Woche und natürlich halte ich euch hier auch auf dem Laufenden. 

Für euch gibt es natürlich wieder tolle Ausflugstipps, Rezepte und das Bild der Woche. Außerdem hat der Auszubildene Marcel Berg einen Ausflugstipps für euch ausgearbeitet, den er selbst erkundet und seine Erfahrungen hierzu aufgeschrieben hat. 

Never change a running System:

Viel Spaß beim Lesen und Stöbern! 

Fun Facts

  • wird aktuell oft zu Kaffee und Kuchen geladen
  • hat derzeit Bettflucht
  • hört derzeit sehr viel das "Vitamin String Quartet" 
  • glaubt nach wiederholtem Lesen der Fun Facts, dass sie wohl doch eine ältere Dame in einem jungen Körper ist

 

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