Corona-Pandemie in Bösel

Impf-Befürworter redet mit Engelszungen auf Patienten ein

Bösel - Impfen und Impfberatung – darum geht es in diesen Tagen immer häufiger in der Böseler Hausarztpraxis von Holger Meister und seinen Kollegen. „Das ist das erste Jahr, in dem wir eine relativ starke Nachfrage nach dem Grippeimpfstoff haben“, sagt Holger Meister. Dabei ist der 61-jährige Allgemeinmediziner seit Jahren ein Impf-Fürsprecher. Bei seinen Patienten ist Meisters Überzeugung bekannt, dass er auch die jährlich zu erneuernden Impfungen gegen Influenza sinnvoll findet. Deswegen erreicht er auch die meisten: „Da muss einer schon richtig ablehnen.“

Weitere Impfungen

Doch mit der Corona-Pandemie interessieren sich nun sehr viel mehr Menschen von sich aus für das Thema und bringen ihren Impfausweis mit. „Es fragen auch mehr Patienten nach der Pneumokokken-Impfung“, sagt Meister. Diese könne Hirnhautentzündungen oder Lungenentzündungen verursachen.

Warum es sinnvoll ist, sich impfen zu lassen? „Die Grippeschutz-Impfung hilft primär gegen die Influenza-Viren. Influenza ist eine ziemlich gefährliche Infektionskrankheit“, sagt Holger Meister. Die Ärzte befürchten, dass in den kommenden Monaten eine Grippewelle und eine zweite Welle mit Corona-Infektionen die Menschen und das Gesundheitssystem gleichzeitig treffen. „Vor der Kombination haben wir Angst, gerade gefährdete Menschen sollten vorsichtig sein“, mahnt er.

In anderen Praxen wird der Impfstoff schon knapp. In der Gemeinschaftspraxis von Holger Meister, seinem Sohn Matti Meister (33), der Facharzt für Arbeitsmedizin ist und derzeit seine Facharztausbildung als Allgemeinmediziner macht, und ihren Kollegen liegen aber noch genügend Impfdosen im Kühlschrank. Denn: „Wir haben ausreichend bestellt“, sagt der Hausarzt.

Bereits im Dezember und Januar mussten die Ärzte ihren Bedarf für die kommende Grippesaison abgeben. Dabei seien sie von den Krankenkassen aufgefordert worden, sich an den Impfzahlen der Vorjahre zu orientieren, erläutert Holger Meister. So sollte verhindert werden, dass nicht verwendete Impfdosen weggeschmissen werden. Weil sich die Influenza-Viren verändern und nicht immer dieselben Viren unterwegs sind, wird auch die Impfung jedes Jahr angepasst.

Versorgungsengpass

Diese Bestellungspraxis ist in den vergangenen Monaten nicht überarbeitet worden: „Keiner kannte das Corona-Virus. Wir wussten nicht, wie gefährlich das ist. Es gab die Sorge, dass es sehr gefährlich ist, da hatte keiner Angst vor der Influenza.“ Übrigens: Holger Meister impft nicht nur in der Praxis, sondern auch bei Heim- und Hausbesuchen.

 

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