Insektenschutzakademie entsteht in Hollen

Umweltzentrum begeistert in Berlin mit neuester Idee

Hollen - Nicht zuletzt die Auszeichnung mit mehreren Bundespreisen dürfte dazu beigetragen haben, dass das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ) Hollen jetzt einen richtig dicken Fisch an Land gezogen hat: Mit 660 000 Euro des Bundesumweltministeriums fördert das Bundesamt für Naturschutz die neueste Projektidee – die Insektenschutzakademie, kurz INSA.

Die Idee

Mit dem Insektenschutz wendet sich das RUZ einem Thema zu, das zuvor nicht im Kursprogramm enthalten, jedoch stark nachgefragt war. Rund drei Jahre benötigte es von der Idee bis zur Förderzusage. Und die fiel sogar noch höher aus als zunächst angestrebt: Viereinhalb Jahre, bis Januar 2025, wird es laufen. „Eine außergewöhnlich lange Zeit für ein Umweltbildungsprojekt“, verdeutlicht INSA-Projektmanager Martin Brinkmann. „Es geht darum, was jeder Einzelne in seinem Garten gegen das Insektensterben tun kann“, erklärt RUZ-Leiterin Marina Becker-Kückens, die die Projektleitung hat.

Die Umsetzung

Kernstück ist ein öffentlich zugänglicher, rund 2000 Quadratmeter großer Schaugarten, in dem Lebensräume und Nahrungsangebote für verschiedene Insektenarten – rund 33 000 gibt es in Deutschland – vorgestellt werden. Alle sollen in Privatgärten realisierbar sein. Baubeginn ist noch in diesem Monat.

Dazu wird es Unterrichtseinheiten für Schulklassen geben sowie Vorträge, Fortbildungen und Workshops für Erwachsene. Auch die Gründung eines Arbeitskreises zum Insektenschutz ist geplant, ein jährlicher Aktionstag im RUZ sowie ein Monitoring. Zudem wird es eine „Insektenschutz-Challenge“ geben: Gesucht werden 100 Privatpersonen, die ihre Gärten insektenfreundlich umgestalten und dafür fachliche Unterstützung in Anspruch nehmen möchten.

Flankiert wird die INSA von einer virtuellen Version, die unter anderem einen 3D-Rundgang durch den Schaugarten enthalten wird, sowie Unterrichtsmaterial für Schulen und Informationen zur Gartengestaltung.

Die Finanzierung

Insgesamt hat die INSA ein Finanzvolumen von 770 000 Euro. Die Bundesmittel bilden den größten Anteil, 90 000 Euro erhält das RUZ aus der Bingo-Umweltstiftung und 20 000 Euro fließen an Eigenmitteln ein. „Das ist unser bislang größtes Projekt“, so Marina Becker-Kückens.

Zwei Projektmitarbeiterinnen – Beate Nicolai und Katharina Warmuth – sowie Gärtnerin Kerstin Nicolai wurden eigens für das Projekt, das bereits im August begonnen hat, eingestellt. Alle drei sind Diplom-Biologinnen.

Die Reichweite

Unterrichtsmaterial und Know-how aus Hollen werden auch anderen Umweltbildungszentren zur Verfügung gestellt. Über die virtuelle INSA habe das Projekt eine bundesweite Strahlkraft, erklärt Marina Becker-Kückens.

 

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