Kolumne zur Corona-Politik

Sieben Gedanken zum Umgang mit der Pandemie

Oldenburg - Mich lässt die tägliche Debatte um Corona und die aktuelle Lage nicht los. Nach vielen Gesprächen habe ich meine Gedanken zu der Epidemie und der Diskussion dazu in sieben Punkten zusammengefasst:

1. Das Virus ist ohne Wenn und Aber ernst zu nehmen. Die aktuellen medizinischen Maßnahmen zur Bremsung der Ausbreitung finden meine Unterstützung.

2. Wir sollten jedoch – ebenfalls ohne Wenn und Aber – ebenso die vielen Menschen ins Zentrum der Debatte stellen, die Angst haben und verunsichert sind. Dass Depressive besonders betroffen sind (auch diese Zeitung hat darüber berichtet), ist dabei nur ein Aspekt.

3. Die Impfung wird den Umgang mit der Epidemie sicher leichter machen.

4. Das kann aber nicht die einzige Lösung sein. Fast alle Epidemien, von Ebola über Sars bis Corona, sind sogenannte Zoonosen, also Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Unser weltweit erbärmlicher und beschämender Umgang mit Tieren und die Ausbeutung der Natur mit der Zerstörung des Lebensraumes vieler Tiere, scheint für diese Zoonosen die Ursache zu sein. Wollen wir nach Corona so weitermachen – oder vorbeugend gegen künftige Epidemien handeln?

5. Was wir zudem sicher wissen, ist, dass Risikopatienten besonders diejenigen mit einem geschwächten Immunsystem sind. Also sollte sich jeder mit der Frage beschäftigen, wie er sein Immunsystem stärkt. Dabei spielen Ernährung, Bewegung und Sport eine Rolle. Übrigens auch mentale Ausgeglichenheit.

Als Staatsbürger gesprochen

Die beiden folgenden Punkte schreibe ich ausdrücklich nicht als Mediziner, sondern als Staatsbürger:

6. Eine offene Gesellschaft muss kontroverse Diskussionen aushalten. Auch in einer Zeit wie der aktuellen. Der Journalist Ulf Poschardt hat kürzlich in einer Podiumsdiskussion sinngemäß gesagt: Wir sollten wieder mehr lernen, anderen Menschen zuzuhören.

7. Zu einer offenen Gesellschaft gehört selbstverständlich, dass jeder das Recht hat, sich eine Meinung zu bilden und diese auch zu äußern. Die Vorstellung, nur Experten dürften eine Meinung zu einem bestimmten Thema haben und äußern, halte ich für gefährlich – diese Einschätzung kann uns, wenn sie mehrheitsfähig werden würde, in eine andere, sicherlich deutlich weniger freie Gesellschaft führen.

Epidemie besiegen

Zusammengefasst: Ich hoffe, dass es uns als Gesellschaft gelingt, diese Epidemie auszurotten. Ich hoffe aber auch, dass wir als Gesellschaft die Frage beantworten, wie wir künftig Epidemien vermeiden, und schließlich wünsche ich mir, dass wir über diese Frage unsere Freiheit und unsere Pluralität behalten!

 

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