Stauden

Winterastern beenden Blütenfülle

Die farbenprächtigen Gartenchrysanthemen sind zwar überall bekannt, und sie fehlen in keinem herbstlichen Blumenstrauß, aber in vielen Gärten sind sie nur selten zu finden. Dies liegt sicherlich mit an ihrer Empfindlichkeit gegenüber nasser Kälte im Winter, die sie überhaupt nicht gut vertragen und sich dann an ungünstigen Standorten schnell zurückziehen.

Wählt man aber trockenere, geschützte Plätze und mulcht die Stauden über Winter mit Laub ein, sind kaum Ausfälle zu befürchten.

Ganz hoch im Kurs stehen die Gartenchrysanthemen im Fernen Osten, wo seit über 1000 Jahren viele Sorten entstanden. Erst Ende des 17. Jahrhunderts kamen sie nach Europa und wurden seitdem bei uns züchterisch weiterentwickelt. Von den Winterastern, Chrysanthemum x hortorum, gibt es inzwischen wohl weit über 5000 Arten mit einer Fülle von Blütenfarben, die sich in vielen Farbschattierungen von weiß über gelb, rosa, lila, rot bis kupferfarben erstrecken. Die Pflanzen werden je nach Sorte zwischen 40 und 90 Zentimeter groß und nach drei Blütezeitpunkten unterteilt: die frühen blühen im August/September, die mittleren im September/Oktober und die späten Sorten im Oktober/November.

Am farbenprächtigsten sieht es aus, im Staudenbeet einige Sorten in harmonischen Farben zusammen zu pflanzen; sie passen auch gut neben Gräser, Herbstastern und vor Beeren tragende Gehölze oder zu Sträuchern mit bunter, herbstlicher Laubverfärbung. Sehr farbenprächtig wirkt ein Beet mit Winterastern außerdem vor einer mit Wein berankten Mauer.

Drohen strengere Fröste, lässt sich die Blütenpracht auch noch durch eine nächtliche Abdeckung mit Folie verlängern. Um jahrelang Freude an diesen Stauden zu haben, ist es wichtig, sie über Winter mit einer Mulchschicht zu schützen und nasse Standorte zu meiden. Möglich ist es aber auch, jetzt im Spätherbst die Stauden umzupflanzen und ihnen über Winter einen trockenen Platz unter der Regentraufe am Haus zu geben, wo sie unbeschadet den Winter überstehen. In ganz ungünstigen Gebieten ist es auch anzuraten, Pflanzen einzutopfen und wie Balkonblumen hell und frostfrei im Haus zu überwintern.

Im Garten wachsen die Winterastern am besten an einem vollsonnigen Standort auf nährstoffreichen, kalkhaltigen Böden.

Während der Kultur sind die Stauden für zusätzliche Düngung dankbar, und bei Trockenheit ist der Wasserbedarf groß. Es ist jedoch so zu gießen, dass die Blätter nicht nass werden. Ansonsten stellt sich rasch ein Befall mit Blattälchen ein, der sich an dürrem, schwarzen Laub zeigt.

Vorsicht ist zudem in Gärten angebracht, in denen Schnecken zur Plage geworden sind, da diese im Frühjahr fast über Nacht alle Neutriebe abfressen können; ein regelmäßiges Ablesen der Tiere zu Anfang der Dämmerung schafft da Abhilfe.

Alle zwei bis drei Jahre lohnt es sich, die Gartenchrysanthemen durch Ableger oder Stecklinge zu vermehren, um so eine jährlich wiederkehrende reichliche Blütenfülle zu garantieren.

 

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