Zimmerpflanzen

Efeutute begrünt ohne große Ansprüche ganze Wände

Sogar einige Meter hinter den Fenstern, wo nur noch knapp zehn Prozent des Tageslichtes zur Verfügung stehen und im Winter fast Dunkelheit herrscht, schlingt sich die Efeutute munter an Wänden und Regalen hoch.

In ihrer Heimat, Indonesien, wächst sie mit meterlangen Lianen in den Wipfeln großer Bäume, und wenn man ihr im Zimmer genügend Rankhilfe bietet, begrünt sie auch hier ganze Wände.

In Blumengeschäften wird häufig die gelbgrüne Sorte ,Aureum’ angeboten, die am anspruchslosesten ist; an ganz schattigen Standorten vergrünen die Blätter langsam immer mehr. Entscheidet man sich hingegen für die weißbunte Sorte ,Marble Queen’, ist zu bedenken, dass sie mehr Licht benötigt, da sie bedeutend weniger chlorophyllhaltige Blattpartien aufweist. Die Blätter der Efeutute sind herzförmig und die sich meterlang entwickelnden Triebe leicht gerippt.

Auch wenn die Efeutute schattenverträglich ist, kann man ihr einen helleren Standort geben, nur direkte Sonneneinstrahlung verträgt sie nicht. Gut gedeiht sie auch in warmen, lufttrockenen Wohnräumen; Temperaturen unter 16 Grad Celsius behagen ihr hingegen überhaupt nicht. Über Winter reicht ein sparsames Gießen vollkommen aus; während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst ist der Ballen dann leicht feucht zu halten, und es wird in Abständen von 14 Tagen gedüngt. Kümmern die Pflanzen, ist der Grund meist ein staunasser Boden, der zu jeder Jahreszeit zu vermeiden ist.

Dem Zuwachs entsprechend sind immer Rankhilfen anzubieten, unansehnliche Triebe werden am besten im Frühjahr eingekürzt. Die Triebspitzen lassen sich als Kopfstecklinge in Erde pflanzen, wo sie rasch anwurzeln und so für Nachwuchs sorgen.

Neue Untersuchungen, die sich damit beschäftigen, inwieweit Zimmerpflanzen die Luft reinigen können, sind auch auf die Efeutute gestoßen, die zudem besonders schadstofftolerant ist.

Die Wurzeln und an ihnen lebende Bakterien zeigen eine Vorneigung für Nikotin. Das Nikotin wird von den Wurzeln aufgenommmen, in die Blätter transportiert und dort gespeichert. Es wird dort jedoch nicht abgebaut, sondern deponiert. So kommt es, dass in Efeututenblättern dieselbe Menge Nikotin festgestellt wurde, wie sie in Tabakblättern vorkommt.

 

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