Tripmadam

Würziges Grün zur Winterzeit

Zum Herbst hin wird es knapp mit frischen Kräutern aus dem Garten.

Ein Grund, auch einige wintergrüne Pflanzen zu kultivieren. Dazu gehört Tripmadam, ein Kraut aus der Familie der Dickblattgewächse. Es ist in Mitteleuropa beheimatet und kommt auf mageren, sandigen Böden von Skandinavien bis zum Mittelmeer wild wachsend vor.

Der Name Tripmadam, der aus dem Französischen stammt, bezieht sich auf die dicken, fleischigen Sprosse. Im Deutschen wird diese Pflanze auch als Salat-Fetthenne bezeichnet.

Die Gattung Sedum, zu der dieses Kraut gehört, umfasst etwa 500 Arten, die ganz unterschiedlich von polsterbildend bis zum Halbstrauch wachsen. Während zu Erntezwecken im Kräutergarten die Art Sedum reflexum verwendet wird, gibt es Dutzende von Arten, die meist als Mauerpfeffer bezeichnet werden, die polsterbildend und blattsukkulent wachsen und gern für Steingärten sowie zum mobilen Grün verwendet werden, wo sie dekorativ zusammen mit Hauswurz wachsen. Die Gartensorten von S. telephium und S. spectabile sind hingegen in Staudenrabatten sehr beliebt, wo sie mit einer Höhe von etwa einem halben Meter und etlichen dunkelroten Dolden, die spät im Herbst blühen, auffallen.

Für den Garten besorgt man sich zu Gewürzzwecken am einfachsten ein, zwei Pflänzchen der genannten Art; eine Anzucht aus Samen ist unbefriedigend. An einem sonnigen, sandigen, etwas geschützten Standort mit einem allseitigen Abstand von 15 Zentimetern fühlt sich Tripmadam schnell zu Hause und fängt zu wuchern an. Möglich ist es auch, diese dekorative Pflanze als Beeteinrahmung zu verwenden.

Bei frisch gesetzten Pflanzen ist die ersten Wochen auf genügend Feuchtigkeit zu achten; Staunässe ist aber immer zu vermeiden.

Tripmadam entwickelt zahlreiche am Boden liegende, fleischige Sprosse mit bläulichen walzenförmigen Blättchen. Die Pflanzen entwickeln sich rasch zu zierlichen Polsterstauden, die wegen ihrer zierenden Wirkung auch sehr gut einen Platz im Steingarten bekommen können.

Abgekniffene Sprosse wurzeln rasch in feuchtem Boden an, so dass man diese Pflanze problemlos vermehren kann. Sie eignet sich auch sehr gut zur Topfbepflanzung auf dem Balkon oder der Fensterbank. Im Sommer erscheinen die leuchtend gelben Blüten, die der Pflanze ein sehr dekoratives Aussehen geben.

Das ganze Jahr über werden die frischen grünen Sprosse für die Küche geerntet, hauptsächlich aber vom Spätherbst bis zum Frühjahr, wenn andere frische Kräuter knapp sind.

Die fein gehackten Triebspitzen schmecken säuerlich erfrischend und passen ausgezeichnet zu Salaten, zu Rindfleischspeisen oder in Butter geschwenkt zu Kartoffeln. Beliebt sind die Triebspitzen auch zur Herstellung von Kräuteressig und zum Einlegen von Gurken, wozu sie mit anderen Kräutern verwendet werden.

 

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