Mundhygiene

Den Zerstörern entgegenwirken

Oldenburg - Die Gesundheit fängt jeden Tag aufs Neue im Mund an. Eine schlechte Mundhygiene führt nicht nur zu Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis. Eine unzureichende Pflege der Zähne sowie des Mund- Rachenraums kann auch zahlreiche andere Erkrankungen begünstigen. „Zum Beispiel können entzündlich bedingte Herzklappenentzündungen durch die Besiedlung von Mundhöhlenbakterien entstehen“, betont das Robert Koch-Institut (RKI). Darüber hinaus gebe es einen Zusammenhang mit Arteriosklerose-, Diabetes und Rheumaerkrankungen.

Karies ist in westlichen Industrieländern wie Deutschland die häufigste Folge einer schlechten Mundgesundheit. Dadurch erzeugte Zerstörungen der Zähne bedeuten nicht nur wegen des oft sichtbaren optischen Mangels und möglicher Schmerzen eine Minderung der Lebensqualität.

Abgesehen von dem Risiko für Folgeprobleme für den gesamten Organismus kann eine dauerhaft vernachlässigte Mund- und Zahnhygiene zu Defiziten bei der Ernährung und Kommunikation führen. In vielen Fällen sind schon Kinder und Jugendliche betroffen, berichtet Darjusch Haßfurther, Zahnarzt im Jugendzahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamts der Stadt Oldenburg: „Wenn das Kauen und Zubeißen unangenehm oder sogar mit Schmerzen verbunden ist, entstehen zusätzlich zu einem hohen physischen und psychischen Leidensdruck oft große gesundheitliche Folgeprobleme.“

Aussprache und Mimik

Die Mundgesundheit umfasst nach Angaben des RKI alle Organe der Mundhöhle. Neben den Zähnen und dem Zahnhalteapparat zählen dazu die Kiefergelenke und die Zunge sowie die dort angesiedelten Schleimhäute und Speicheldrüsen. Eine uneingeschränkte Funktionalität, sowie Entzündungs- und Beschwerdefreiheit der Organe ermöglicht zugleich den Verzehr eines breiten Spektrums verschiedener Nahrungsmittel sowie eine deutliche Aussprache und Mimik.

Mit einigen leicht umsetzbaren Alltagsregeln kann jeder schon in jungen Jahren selbst für eine gute Mundgesundheit sorgen. „Am wichtigsten sind regelmäßiges Zähne putzen und und eine gesunde, möglichst zuckerarme Ernährung“, erklärt Darjusch Haßfurther. Jeweils rund fünf Minuten für eine sorgfältige Säuberung der Zähne mit einer geeigneten Zahnbürste und einer fluoridhaltigen Zahncreme sollte morgens, mittags und abends zum festen Tagesablauf gehören. Dabei sollten nach der so genannten KAI-Methode zunächst die Kauflächen und danach die Außen- und die Innenflächen der Zähne genutzt werden.

Passende Bürstengröße

Mit dem zusätzlichen Einsatz von Zahnseide lassen sich auch schwer erreichbare Zahnzwischenräume von schädlichen Rückständen befreien. Bei der Wahl der Zahnbürste sind das Aussehen und der Preis nicht entscheidend. Man sollte vielmehr darauf achten, dass die Borsten abgerundet sind und die Größe der Bürste zum Mundraum und den Zähnen passt.

Die Ernährung ist der zweite wichtige Baustein für eine gute Mundgesundheit. Statt auf Verzicht zu setzen, sollte man die Nahrungsmittel bewusst auswählen und in verträglichen Maßen zu festen Zeiten konsumieren. Besonders schädlich sind süße Zwischenmahlzeiten, da sich deren Zuckerstoffe in der Mundflora verteilen und in schädliche Bakterien verwandeln.

 

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