Corona-Krise

1100 Delmenhorster sind bisher geimpft worden

Delmenhorst - Eine Woche nach dem Impfstart gegen das Coronavirus sollen bisher 1100 Menschen in Delmenhorst die erste Impfung erhalten haben. Diesen Zwischenstand gab die Stadtverwaltung bekannt. „Wir sind mit dem erfolgreichen Impfstart sehr zufrieden“, teilten Krisenstabsleiter Rudolf Mattern und Michael Pleus, Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), in einer Pressemitteilung mit.

Somit ist es den zwei Impfteams vielfach gelungen, aus den Fläschchen des Herstellerduos Biontech/Pfizer eine sechste Impfdosis zu entnehmen. Weil zunächst fünf Dosen pro Ampulle vorgesehen waren, hatte das DRK mit 1000 Dosen aus der ersten Lieferung an Impfstoff gerechnet.

„Die Resonanz war sehr gut“

Die nun 1100 gesetzten Spritzen gingen an Bewohner und Mitarbeiter der neun Senioren- und Pflegeheime in der Stadt sowie an einen Teil des Personals vom Josef-Hospital Delmenhorst (JHD). „Die Resonanz war sehr gut. Bei den Beschäftigten der Heime ließen sich je nach Einrichtung zwischen 40 und 60 Prozent des Personals impfen“, sagte Pleus, der die Impfkampagne koordiniert.

Das Stephanusstift unter der Leitung von Axel Stellmann bekam am Freitag Besuch von den Impfteams. Die Impfbereitschaft bei den Bewohnern sei sehr hoch gewesen. „Wir haben auch einige Genesene, die eine Corona-Infektion bereits durchgemacht haben. Diese haben die Impfung nicht erhalten“, sagte Stellmann. Die Wissenschaft gehe davon aus, dass die gebildeten Antikörper dafür sorgen, eine gewisse Zeit vor einer erneuten Erkrankung geschützt zu sein. Unklar sei aber noch, ob die Genesenen später eine Impfung erhalten.

Alltag durch Impfung nicht verändert

Der Alltag hat sich im Stephanusstift durch die erste Impfung allerdings nicht verändert. „Alle Bewohner und Mitarbeiter müssen sich weiterhin an alle Hygieneregeln halten“, betonte Stellmann. Der Impfschutz baue sich nach der Spritze erst langsam auf. „Erst mit der zweiten Impfdosis gibt es dann nach etwa vier Wochen den hohen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen“, so Stellmann. Zudem müssten Studien erst klären, ob geimpfte Menschen das Virus weiter verbreiten.

Nun wartet Delmenhorst auf weiteren Impfstoff, den das Land Niedersachsen an insgesamt 50 Impfzentren verteilt. „Frühestens nach dem 14. Januar werden wir mit weiterem Impfstoff beliefert“, teilte Mattern mit. Damit verzögert sich die nächste Lieferung offenbar um mindestens einen Tag. Wer als Nächstes eine Impfung erhält, entscheidet die Priorisierung der Ständigen Impfkommission.

Seniorenbeirat reagiert besorgt

Auch Ulf Kors, Vorsitzender des Seniorenbeirats, muss sich noch gedulden. Er gehört nicht zu der Gruppe mit dem höchsten Risiko. „Im Seniorenbeirat sind wir etwas besorgt, weil es so schlecht anläuft“, kritisiert der 72-Jährige. Die Stadt Delmenhorst will er damit aber ausdrücklich nicht kritisieren. Vielmehr beunruhigt Kors, wie wenig Impfstoff die Bundesregierung beschafft hat. Ihn wundert es auch, dass die Bundesländer mit den Impfungen so unterschiedlich schnell vorankommen.

Auch in der Informationspolitik läuft es in Niedersachsen für den Seniorenbeirat noch nicht optimal. „Die Senioren sollten ein persönliches Anschreiben erhalten, mit Informationen zur Terminvergabe“, fordert Kors.

Auskünfte zur Impfkampagne gibt es ausschließlich bei der Hotline des Landes unter 08 00/ 99 88 66 5.

 

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