Kampf gegen Corona-Pandemie

Oldenburger Kliniken starten am Freitag mit Impfung

Oldenburg - Corona-Impfstart nun auch in Oldenburger Krankenhäusern: Während in anderen niedersächsischen Städten, beispielsweise in Göttingen oder Braunschweig, Klinikpersonal bereits seit einigen Tagen geimpft wird, starten die Impfungen in den Kliniken der Huntestadt nun an diesem Freitag.

Alle Krankenhäuser haben sich in den vergangenen Wochen unter Hochdruck auf die Impfungen vorbereitet, wie die Häuser mitteilen. Wie viel Impfstoff steht nun überhaupt zur Verfügung? Wer erhält eine Impfung? Und wie hoch ist die Impfbereitschaft unter den Mitarbeitern? Ein Überblick.

Die Menge

Insgesamt werden an diesem Donnerstag 1200 Moderna-Impfdosen an das Impfzentrum ausgeliefert, wie Stadtsprecher Reinhard Schenke mitteilt. Impfbeginn sei dann am Freitagmorgen. Dabei bekäme das Klinikum 500 Impfstoffdosen, die weiteren 700 Dosen des Moderna-Impfstoffs gehen an das Evangelische Krankenhaus und das Pius-Hospital.

Eine Anfrage von Dienstagnachmittag an das niedersächsische Gesundheitsministerium, warum es in Oldenburg teilweise schleppend mit der Impfstoff-Lieferung vorangehe, blieb bis Mittwochabend unbeantwortet.

Die Priorisierung

Die Verteilung der Corona-Impfdosen erfolgt auf der Grundlage der Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin. Das bedeutet konkret, dass im ersten Schritt nur Krankenhausmitarbeiterinnen und -mitarbeiter geimpft werden, die zum Beispiel auf den Intensivstationen, auf der Isolierstation oder im Notfallzentrum tätig sind oder in besonderen Risikobereichen arbeiten. Dazu zählen auch Bereiche mit besonders vulnerablen Patientengruppen wie etwa die Onkologie.

Die Impfbereitschaft

Im Pius-Hospital gehören knapp 500 Mitarbeiter zu der ersten, priorisierten Gruppe, wie Sprecher Michael Dernoscheck mitteilt. Obwohl „die Impfbereitschaft im Pius erfreulicherweise hoch ist und bei circa 70 Prozent liegt“, werde in der ersten Phase nur diese Gruppe berücksichtigt. Hier liege die Bereitschaft sogar bei 75 Prozent.

Durch Rückmeldungen von Mitarbeitern des Klinikums Oldenburg wisse man, dass die Impfbereitschaft sehr hoch sei, erklärt auch Sprecherin Sigrid Jürgensmann. Eine genaue Zahl wurde hier nicht mitgeteilt.

Im Evangelischen Krankenhaus steht indes noch nicht fest, wie viele Mitarbeiter sich impfen lassen wollen, weil Rückmeldungen bis Freitag möglich sind, so Sprecherin Kristina Minder. „Die Impfwilligkeit wurde bei allen Mitarbeitern schriftlich angefragt.“

Die Corona-Situation

Während also in den Oldenburger Krankenhäusern am Freitag die Corona-Impfungen bei den priorisierten Mitarbeitern starten, bleibt die Situation bei der Behandlung der Covid-19-Patienten angespannt, wie die drei Häuser mitteilen.

Planung herausfordernd

„Ende des vergangenen Jahres war eine durchgängig sehr hohe Auslastung durch an Covid-19 erkrankten Patienten zu verzeichnen“, erklärt Michael Dernoscheck, Sprecher des Pius-Hospitals. Diese sei aktuell mit insgesamt circa zehn Patienten etwas geringer. „Die Situation war und ist – auch personell – gut beherrschbar, jedoch bleibt sie weiterhin angespannt.“

Herausfordernd werde in den nächsten Wochen die Ressourcenplanung hinsichtlich der verschobenen Elektiv-Eingriffe sein. „Operationen, die vor einigen Wochen noch nicht dringlich waren, könnten es in der Zwischenzeit geworden sein“, sagt der Sprecher. Auch hierfür müssten dann entsprechende Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden.

Nach den Feiertagen sowie dem Jahreswechsel habe die Virusaktivität und die Infektionsdynamik wieder zugenommen, teilt Kristina Minder, Sprecherin des Evangelischen Krankenhauses, mit. Es sei jedoch noch zu früh für genauere Angaben.

Höhere Auslastung

Im EV müssten derzeit etwa sechs Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden, so die Sprecherin. Auch die Therapie mit ECMO-Geräten, einer Art künstlichen Lunge, und ein Nierenersatzverfahren würden dabei eingesetzt werden. Durch das Zurückfahren der planbaren Eingriffe gebe es auch im EV ausreichend Kapazitäten für stationäre Corona-Patienten.

Auch im Klinikum sei – im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten – zum Ende Dezember eine höhere Auslastung bei den an Covid-19 erkrankten Patienten verzeichnet worden, wie Sprecherin Sigrid Jürgensmann mitteilt.

Das bedeute – genauso wie in den anderen Häusern – auch eine höhere Belastung für die Klinikmitarbeiter, die nach wie vor mit hohem Engagement für die Patienten da seien. „Trotz allem ist die Situation nach wie vor noch gut steuerbar“, so Jürgensmann.

 

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