Sträucher

Geißblatt – Klettergehölz mit duftenden Blüten

Von der Gattung Lonicera gibt es über 180 Arten, die fast alle in der nördlichen Hemisphäre beheimatet sind. Neben den aufrecht wachsenden Sträuchern der Heckenkirsche sind vor allem die schlingenden sommer- und immergrünen Arten des Geißblattes zu nennen.

Wild wachsend in Wäldern und am Waldrand findet man bei uns Jelängerjelieber, L. caprifolium, und das Waldgeißblatt, L. periclymenum. Für den Garten lassen sich vor allem Hybriden empfehlen, die besonders große und außerordentlich viele stark duftende Blüten entwickeln, die zudem den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein blühen. Als erste ist das Feuer-Geißblatt, L. x heckrottii, zu nennen mit bis zu zwölf Zentimeter großen roten Blüten, die sich zur Vollblüte zweifarbig gelb/rot färben; die Blütezeit ist von Juni bis September. Dottergelb blüht zum Anfang des Sommers das Gold-Geißblatt, L. x tellmanniana; es entwickelt zur Zeit häufig noch eine Nachblüte. Als stets Laub tragender Vertreter, der gut häßliche Mauern überdeckt, ist das Immergrüne Geißblatt, L. henryi, zu nennen.

Alle Geißblattarten sind Schlinger und benötigen einen Halt, seien es Mauern und Zäune oder Pergolen, Bögen, Drähte und Gerüste. Sie erreichen eine Höhe von drei bis vier Metern und vertragen nach einigen Jahren auch gut einen Verjüngungsschnitt. Möglich ist es aber ebenso, das Geißblatt zur Bodenbegrünung zu nutzen, indem die Pflanzen nicht hochgebunden werden. Einen naturnahen Eindruck erreicht man, indem man die Pflanzen an verkahlende Bäume und Sträucher pflanzt, die somit den Zweck eines Haltegerüstes übernehmen. Das Gewirr der vielen schlingenden Äste schafft dann zugleich ein ideales Vogelschutzgehölz.

Von den Ansprüchen her ist das Geißblatt mit jedem normalen Gartenboden zufrieden, Staunässe sowie Trockenheit sind aber zu meiden. Als Bewohner des Waldes halten sich die Lichtansprüche auch in Grenzen; ein halbschattiger Platz reicht aus. Man sollte aber bedenken, dass sich an einem vollsonnigen Standort bedeutend mehr Blüten entwickeln, die an warmen Sommerabenden ihren berauschenden Duft ausströmen.

Auf viele Fluginsekten haben die Blüten des Geißblattes eine magische Wirkung; tagsüber sind sie von Tagfaltern, Hummeln und Bienen umlagert und abends, wenn sie einen berauschenden Duft ausströmen, von zahlreichen Nachtfaltern.

Nach Eintritt der Dämmerung schwirren unzählige Nachtfalter heran, die nach der Obstbaumblüte den ganzen Sommer über am blühenden Geißblatt Nahrung finden und an benachbarten Gehölzen ihre Eier ablegen. Nur in kalten, feuchten Sommern ist die Population der Nachtfalter geringer, was man daran ablesen kann, dass das Geißblatt nur wenige Früchte entwickelt. Diese zählen zu den giftigen Früchten und eignen sich nicht zum Verzehr.

 

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