Blutdruckmessgeräte

Schwächen bei Genauigkeit

Berlin - Viele Menschen kontrollieren ihren Blutdruck selbst. Damit das etwas bringt, müssen die Geräte genaue Werte liefern. Die Stiftung Warentest hat 17 Blutdruckmessgeräte zu Preisen zwischen 15,50 und 70 Euro getestet. Sieben sind gut – darunter sechs für den Oberarm und nur eins fürs Handgelenk.

Warum sollte man selbst Blutdruck messen?

Bluthochdruck tut nicht weh, kann aber – unbehandelt – lebensgefährlich werden. Auf Dauer drohen Schädigungen der Blutgefäße und ernste Folgen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Ein Messgerät für den Eigengebrauch hilft, Bluthochdruck rechtzeitig zu erkennen. Andere nutzen es, weil sie sich bereits wegen erhöhter Werte in ärztlicher Behandlung befinden. Dann zeigt die Selbstmessung, ob Medikamente oder sonstige Maßnahmen den Druck im gewünschten Rahmen halten.

Welche Methoden der Messung gibt es?

Aktuell hat die Stiftung Warentest zehn elektronische Blutdruckmessgeräte für den Oberarm und sieben für das Handgelenk getestet. Anders als die klassischen Blutdruckmessgeräte mit Stethoskop beim Arzt werden die Geräte nicht von Hand bedient, sondern arbeiten automatisch und zeigen die Werte digital an.

Wie genau sind die Messergebnisse?

Besonders wichtig im Test: die Messgenauigkeit. Um diese zu überprüfen, nutzten die Prüfer jedes Gerät jeweils sechsmal bei 32 Testpersonen. Hinzu kommen ebenso viele Vergleichsmessungen mit einem Trio aus Quecksilbersäule, Stethoskop, Oberarm-Manschette. Diese Methode praktizieren Ärzte seit mehr als hundert Jahren und sie ist besonders zuverlässig. Im Vergleich dazu schnitten die aktuell geprüften Geräte bestenfalls befriedigend ab, sechs sogar nur ausreichend. Maximal 7,5 mmHG (= Millimeter Quecksilbersäule – die Einheit für den Blutdruck) darf die Abweichung vom bestmöglichen Messergebnis betragen, damit ein befriedigendes Ergebnis erzielt werden kann.

Wie komfortabel ist die Handhabung?

Positiv im aktuellen Test sticht die Handhabung heraus, die fünf Laien und eine Fachkraft überprüften. Demnach lassen sich alle Geräte einfach bedienen, die Gebrauchsanleitungen sind verständlich. Deren Lektüre lohnt: Wer Besonderheiten des gekauften Geräts missachtet, riskiert Messfehler. Wichtig ist auch, allgemeine Regeln zu beachten, etwa zum korrekten Sitz und Umfang der Manschette. Wie oft Patienten ihren Blutdruck messen sollten, besprechen sie am besten mit dem Arzt.

Was bringen smarte Messgeräte?

Zwei aktuell geprüfte Geräte, darunter der Testsieger fürs Handgelenk von Omron, lassen sich optional via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Die zugehörige App führt ein Blutdrucktagebuch, inklusive Kurvenverläufen, und ist laut der Prüfung der Warentester von Aspekten des Datenschutzes unbedenklich. Pluspunkt solcher Apps: Sie bieten Nutzern für sich und den Arzt leicht einen Überblick, ohne die Werte etwa von Hand in einen Blutdruckpass einzutragen.

 

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