Palliativnetzwerk Wesermarsch

Sie bieten Hilfe in schwerer Zeit

Elsfleth/Wesermarsch - Bettina Döhrer verstärkt das Team des Palliativnetzwerkes Wesermarsch. Seit August ist die 43-Jährige als Koordinatorin im Palliativstützpunkt in Elsfleth tätig. Sie lebt mit ihren beiden Kindern in Moorriem. Bettina Döhrer arbeitet seit über 20 Jahren in der Pflege, hat Erfahrungen in der stationären, aber auch in der ambulanten Arbeit gesammelt. Zuletzt war sie im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg auf der Palliativstation tätig. Nun habe sie sich einer neuen Herausforderung widmen wollen, sagt sie.

Eigene Erfahrung

Wie wichtig die Arbeit des Palliativnetzwerkes ist, weiß Bettina Döhrer nur zu gut. 2017 erkrankten ihre Eltern beide unheilbar. Der größte Wunsch ihrer Eltern war es, zu Hause sterben zu können. „Sie wollten auch nicht zu mir, sondern zu Hause bleiben“, sagt Bettina Döhrer. „Das war für mich eine echte Zerreißprobe“, erinnert sie sich. Neben der Pflege ihrer Eltern hatte sie ihren Vollzeitjob. Auch ihre beiden Kinder musste die alleinerziehende Mutter versorgen. „Ich habe kaum noch geschlafen, um es allen recht zu machen“, erzählt sie.

So sei schließlich der Kontakt zum Palliativstützpunkt zustande gekommen. „Das Team hier hat mir unter die Arme gegriffen und mir Hilfe angeboten in dieser schwierigen Zeit“, erzählt sie. So sei es gelungen, den Wunsch ihrer Eltern zu erfüllen, trotz schwerer Symptomlast. „Das hätte ich alleine nicht geschafft“, ist sich Bettina Döhrer bewusst.

Arbeit eine Bereicherung

Dieses einschneidende Erlebnis inspirierte sie, Ende 2017 eine Weiterbildung in der Palliative Care zu absolvieren. „So bin ich auf diesen Weg gekommen, und er bereichert absolut mein Leben“, sagt die 43-Jährige.

Mit Bettina Döhrer sind nun vier Koordinatorinnen im Team. Sie führen die Erstgespräche mit den Schwerstkranken und ihren Familien. Darin erläutern sie, welche Angebote es gibt und klären, welche Hilfen in der individuellen Situation sinnvoll sind. Die Betroffenen entscheiden, was sie möchten. „Das kann beim Erstgespräch bleiben, manche Patienten haben wir auch über ein Jahr begleitet, weil es ihnen zeitweise besser ging“, erzählt Koordinatorin Carmen Mörig. Ziel sei es, den Patienten zu ermöglichen, in die häusliche Umgebung zurück zu kehren.

Dass der Bedarf für ihre Arbeit groß ist, war schnell klar. Und einen Satz haben alle vier Koordinatorinnen bereits von vielen Betroffenen gehört: „Hätten wir mal früher gewusst, dass es euch gibt“.

 

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