Hausbaum

Frühjahr ist Pflanzzeit

Nur wenige unserer Gehölze bieten einen so vielfältigen Lebensraum wie Birken; ebenso wie bei Hainbuchen und Weiden, kommen oft bis zu 300 verschiedene Insektenarten in vielen Exemplaren vor und sind damit in der Nahrungskette eine unentbehrliche Futtergrundlage für Jungvögel vieler Singvogelarten.

Weiterhin bieten Birken auch Pilzen und Flechten einen Lebensraum. Die ca. 40 Arten der Birke, Betula, sind alle in gemäßigten bis arktischen nördlichen Zonen der Erdkugel beheimatet und stellen für den Menschen eine alte Kulturpflanze dar. Zudem handelt es sich um eine robuste und ökologisch vielseitige Baumart. Als Pionierbaum ist die Birke für unwirtliche Brachflächen geeignet und bereitet die Flächen vor für weniger robuste Bäume. Zum anderen übernimmt sie eine wichtige Rolle bei der schnellen Wiederbewaldung.

Für den Garten gehören Birken zu den Bäumen, die in allen Jahreszeiten den Blick auf sich lenken: Der zartgrüne Austrieb im Kontrast zu den dunklen Zweigen und dem weißen Stamm ist das klassische Frühlingssymbol. Über Sommer zeigt sich der feine, grazile Wuchs der Birken und zum Herbst die gelbe Laubfärbung; mit Rauhreif überzogen präsentieren sie sich in einmaliger Schönheit über Winter.

Aus diesen Gründen ist die Sandbirke, B. pendula, seit Jahrhunderten ein geschätzter Baum für Parks und große Gärten. Mit einer Höhe von bis zu 30 Metern sprengt sie aber in aller Regel den Rahmen heutiger Grundstücksgrößen, zumal im Wurzelgeflecht der Birkenwurzeln kaum andere Pflanzen gedeihen.

Für kleinere Gärten empfehlen sich deshalb Gartensorten der Sandbirke, die in der Regel bis zu 10 Meter groß werden. Die Sorte ‘Dalecarlica’ entwickelt hängende, tiefgelappte Blätter, ‘Fastigiata’ wächst säulenförmig, und ‘Purpurea’ schmückt sich mit dunkelroten Blättern. Dazu gibt es zwei Hängeformen: ‘Tristis’ ist eine höherwachsende Trauerbirke mit aufrechter Spitze und herunterhängenden Zweigen, während die Sorte ‘Youngii’ nur ca. fünf Meter groß wird und eine schirmartige Krone bildet.

Birken sollten nur dort gepflanzt werden, wo sie einen ausreichend großen, hellen und feuchten Platz haben. Zurückgestutzte Bäume verlieren nämlich ihre ganze Schönheit und fristen ihr Leben als traurige Gestalt.

Für die Gartengestaltung gern verwendet werden heutzutage auch mehrstämmig wachsende Exemplare, wie die in Nordamerika beheimatete Schwarzbirke, B. niger, und aus Fernost stammende Birkenarten zeigen farblich auffällige, sich ablösende Rinden.

Für die Gartenpraxis ist es wichtig zu wissen, dass Birken immer mit Ballen verpflanzt werden sollten und nach Möglichkeit vor dem Austrieb; bei frühen Herbstpflanzungen gibt es leicht Anwachsschwierigkeiten.

Ein Wermutstropfen ist allerdings, dass die bis zu 100 Jahre alt werdenden Birken für Allergiker ein Problem darstellen, da die Pollen empfindlichen Menschen zu schaffen machen.

 

Liveticker

Weitere interessante Artikel

Piccoplant forschungsstation

Wie feinstes Porzellan: Russischer Flieder von Leonid Kolesnikow

pflanzendecke

Gute Lösung: Immergrüne Bodendecker

nachwuchs

In die Gummistiefel und ab ins Grüne!

gemüse

Kulinarische Geschichte im Beet

gemüse

Bohnen haben 2. Weltkrieg überstanden

Obstbäume

Reiche Blüte reicht nicht aus

Gemeinschaftsgärten in Rastede

Jetzt wird auch in Nethen geackert

Frühjahrsarbeit

Moos im Rasen behandeln

Naturgarten

Salomonssiegel

Neuseeländer

Spinat für die Sommerzeit

Gundermann

Bodendecker wirken lebendig

Folgen des Winters

Notfallhilfe für Pflanzen mit Frostschäden

Sonniger Platz

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Pflanzentipp

Gladiolen-Knollen jedes Jahr an neuen Ort setzen

Wie bunte Kissen im Garten

Pflegetipps für Polsterstauden