Gespräch mit Cloppenburger Mediziner Dr. Matthias Herzog

Wie sollen die Impfungen bei Hausärzten ablaufen?

Cloppenburg - Seit Mittwoch dürfen auch die Hausärzte gegen das Corona-Virus impfen. Rund 50 000 Praxen sind deutschlandweit dabei – unter anderem auch die Gemeinschaftspraxis Klöcker/Herzog an der Südstraße 10a in Cloppenburg. Die Praxis ist bis Ende der Woche im Urlaub und steigt kommende Woche ins Impfen ein. Wir haben mit Dr. Matthias Herzog gesprochen.

Woher kommt der Impfstoff, und welche Marke ist vorgesehen?

Die Praxis hat den Impfstoff von Biontech/Pfizer über eine Apotheke bestellt. Jeder Arzt kann maximal 50 Impfdosen pro Woche ordern, im Falle der Gemeinschaftspraxis Klöcker/Herzog wären das also 100. Allerdings: Bis Mai stehen pro Praxis und Woche nur rund 20 Dosen zur Verfügung, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der Grund: Es gebe noch zu wenig Impfstoff.

Müssen sich die Patienten beim Arzt melden?

Die Praxis Klöcker/Herzog lädt ihre Impfkandidaten – genau wie alle anderen Kollegen – aktiv ein. Das heißt also, dass Patienten sich nicht von sich aus melden müssen. Davon sollten sie auch absehen, um die Telefonleitung nicht unnötig zu belegen.

Welche Patienten kommen zuerst dran?

Die Hausärzte sind angehalten, die Impfung nach der vom Robert-Koch-Institut vorgegebenen Prioritätenliste durchzuführen. Das heißt in der Praxis für den Kreis Cloppenburg: Die Über-80-Jährigen sind bereits dezentral in den 13 Städten und Gemeinden geimpft worden, bei den Über-70-Jährigen ist man dabei. Die Über-60-Jährigen haben ein Freiwilligen-Angebot für Astrazeneca bekommen. Jetzt könne man – so Herzog – an die Menschen aus den Prioritäten IV und V denken.

Welche Menschen aus diesen Gruppen sind denn dann zuerst dran?

Herzog und Klöcker haben eine Liste für priorisierte Kandidaten erstellt. Das sind beispielsweise Patienten mit Krebs, Asthma, Bluthochdruck oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems. „Die Kränksten bekommen zuerst den Impfstoff“, bringt es Herzog auf den Punkt.

Wie werden die Patienten informiert?

Per Telefon, per Brief oder auch per E-Mail.

Wie wird der Impfplan in die Praxis umgesetzt?

Die Praxis Klöcker/Herzog wird einen Vormittag oder ganzen Tag abhängig von der gelieferten Anzahl der Dosen für Impfungen vorsehen. Allerdings würden parallel auch weiterhin akut Erkrankte an diesen Tagen behandelt werden.

Wo könnte es in der Praxis Probleme geben?

Neben zurzeit immer noch wenig vorhandenem Impfstoff könnten die Praxisräume einen begrenzenden Faktor darstellen. Denn: Patienten müssten nach der Impfung eine Viertelstunde zur Beobachtung bleiben. Und eine Hausarztpraxis hat eben nicht die Kapazitäten wie die Münsterlandhalle. Herzog: „Wir könnten die Geimpften bitten, im Auto zu warten, wo dann eine Arzthelferin anschließend nach ihnen sieht.“

 

Liveticker

Weitere interessante Artikel

Piccoplant forschungsstation

Wie feinstes Porzellan: Russischer Flieder von Leonid Kolesnikow

pflanzendecke

Gute Lösung: Immergrüne Bodendecker

nachwuchs

In die Gummistiefel und ab ins Grüne!

gemüse

Kulinarische Geschichte im Beet

gemüse

Bohnen haben 2. Weltkrieg überstanden

Obstbäume

Reiche Blüte reicht nicht aus

Gemeinschaftsgärten in Rastede

Jetzt wird auch in Nethen geackert

Frühjahrsarbeit

Moos im Rasen behandeln

Naturgarten

Salomonssiegel

Neuseeländer

Spinat für die Sommerzeit

Gundermann

Bodendecker wirken lebendig

Folgen des Winters

Notfallhilfe für Pflanzen mit Frostschäden

Sonniger Platz

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Pflanzentipp

Gladiolen-Knollen jedes Jahr an neuen Ort setzen

Wie bunte Kissen im Garten

Pflegetipps für Polsterstauden