Neuseeländer

Spinat für die Sommerzeit

Wenig bekannt unter den Spinatsorten ist der Neuseeländer Spinat. Er verlangt andere Kulturbedingungen als die gebräuchlichen Spinatsorten wie Matador, Mazurka und Monnopa, mit denen er nicht verwandt ist und die jetzt schon im Freiland ausgesät werden können.

Neuseeländer Spinat ist frostempfindlich und wird in kleinen Töpfchen im Haus vorgezogen. Ab März kann die Vorzucht beginnen. Am besten quillt man die großen kantigen Samen vor der Aussaat über Nacht in handwarmem Wasser vor, da dadurch die Keimung beschleunigt wird. Am nächsten Tag wird je ein Same in ein Töpfchen mit Erde gedrückt und dieses auf die warme Fensterbank gestellt. Auch hier braucht der Neuseeländer Spinat noch bis zu vier Wochen, um zu keimen. Aus den mehrkeimigen Samenknäueln wachsen pro Topf dann bis zu sechs Pflanzen empor, die beim Aussetzen vereinzelt werden, da es sonst zu keinem befriedigenden Wachstum kommt.

Erst nach den Eisheiligen finden die Pflanzen einen Platz im Freien an einem sonnigen, gut mit Kompost versorgten Stand. Beim Auspflanzen ist darauf zu achten, dass die Wurzeln nicht verletzt oder eingekürzt werden, da sich die Pflanzen sonst nur mäßig ausbilden. Im Freiland entwickeln sich zuerst nur langsam, aber dann immer üppiger weit verzweigte, bodenbedeckende Pflanzen, die umseitig einen Abstand von 50 Zentimetern brauchen.

Da der Neuseeländer Spinat erst im Sommer einen großen Platzbedarf hat, kann man im zeitigen Frühjahr den Platz für erste Radieschen, frühen Salat oder Kohlrabi nutzen, die bereits abgeerntet sind, wenn der Neuseeländer anfängt, üppig zu wachsen.

Der große Vorteil des Neuseeländer Spinates besteht darin, dass er sehr gut Wärme verträgt. Wenn zu Anfang des Sommers der normale Spinat schießt, beginnt die Erntezeit des Neuseeländers. Die Blätter sind dickfleischiger, und auch die zarten Triebspitzen sind zu verwenden. Ständig können bis zum Herbst frische Triebe gezupft werden und zu Rohkostsalaten oder als Gemüse, z.B. zum Füllen von Fleischtomaten, in der Küche Verwendung finden.

Gerade für Spinatliebhaber bietet sich diese unproblematisch wachsende Sorte aus dem fünften Kontinent an, um die Lücke in der Versorgung mit gesundem, mineralstoffhaltigen Gemüse im Sommer zu schließen.

Zum Ende seiner Kultur schießt der Neuseeländer Spinat in Blüte; die Samen lassen sich dann für den Anbau im nächsten Jahr gut sammeln.

 

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