Gemeinschaftsgärten in Rastede

Jetzt wird auch in Nethen geackert

Rastede - In Rastede hat sich im Sommer 2020 eine Gruppe von Menschen zusammengefunden, die gemeinschaftlich Gemüse anbauen und ernten wollen (unsere Redaktion berichtete). Das Projekt hat seit seinem Start weiter an Schwung aufgenommen und ist gewachsen.

Neben der Anbaufläche auf einem Feld in Hahn-Lehmden steht nun auch eine zusätzliche Fläche in Nethen zur Verfügung. „Wir sind der Gemeinde sehr dankbar, dass sie uns die Fläche hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zur Verfügung stellt“, sagt Gruppenmitglied Marlies Peters. „Hier haben wir Gelegenheit, einen Schulgarten anzulegen und gemeinsam zu erfahren, wie viel Arbeit, Wissen und Erfahrung es braucht, um eigenes Obst und Gemüse sowie Kräuter anzubauen. Die Wertschätzung der Lebensmittel und der Umgang mit unserem Boden und der Natur stehen dabei im Vordergrund.“

Gruppe wächst

Auch die Gruppe selbst ist angewachsen und hat viele engagierte Mitglieder gewonnen. „Am Anfang waren wir um die 11“, berichtet Mitgründerin Alke Höpken. „Heute umfasst unser Verteiler 32 Adressen – wobei es einige Karteileichen gibt.“

Die Motivationen seien dabei sehr unterschiedlich: Während die einen lernen möchten, eigenes Gemüse anzubauen, sehen andere die Arbeit auf dem Feld als guten Ausgleich zum Beruf. Wieder andere sind experimentierfreudig und möchten verschiedene Anbauweisen testen.

„Am meisten freue ich mich darauf, Kartoffeln und Gemüse selber anzupflanzen und vor allem zu ernten“, sagt zum Beispiel Tammo, 8 Jahre alt und jüngstes Mitglied der Gruppe. „Auch, dass wir mit Blühstreifen, Nistkästen und Insektenhotels etwas für die Vögel und Insekten tun, finde ich super.“ Die Gruppe hat mit den ersten Arbeiten bereits begonnen und Hochbeete errichtet, Anbaupläne erstellt und Pflanzen vorgezogen.

Jede Hilfe willkommen

Wie Höpken erklärt, hat sich die Gruppe für unterschiedliche Projekte in Untergruppen eingeteilt. Zum Beispiel gebe es ein Team Hochbeet, die Ackerpflanzer, Permakultur-Designer oder Zaunbauer. Wer mitmachen möchte, könne sich vielfältig einbringen, beispielsweise bei der Planung und Organisation, bei der Arbeit auf dem Feld oder im Garten. Auch mit Ideen, Spenden, Saatgut oder regionalen Rezepten könne geholfen werden.

„Die Kinderfeuerwehr in Wiefelstede wird durch unseren Tammo wohl automatisch eine Kooperation sein“, sagt Höpken über die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. „Wir sind durch ganz Rastede vernetzt: zu den Flüchtlingsengagierten, Nadine Daries vom „Miteinander“ ist dabei und einige Fridays-Kids.“

Auch Ausbildungsprojekt

Das Projekt werde also auf natürliche Art und Weise ein Bildungsprojekt bzw. sei es schon, so Höpken weiter. Eine weitere Kooperation sei zudem mit mit einem Grünkohlforscher der Uni Oldenburg geplant. Der schenke dem Projekt ein paar Grünkohlsorten („Es gibt wohl mehr als 50 Sorten!“), helfe wahrscheinlich bei der Ernte und teile sein Wissen über Grünkohl.

Interessierte melden sich per E-Mail unter gemeinschaftsfeld@weniger-ist-machbar.de. Neuigkeiten aus dem Projekt gibt es unter

 

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