Analyse von Professor aus Nordrhein-Westfalen

Aufhalten der Mutationen ist „praktisch unmöglich“

Bad Oeynhausen - „Das Virus hat seine Evolution gerade erst begonnen. Das bedeutet voraussichtlich, dass die Mutationsfrequenz ansteigen wird, solange es noch Menschen gibt, die sich potenziell infizieren können.“ Der Direktor des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Cornelius Knabbe, geht nicht davon aus, dass sich die Mutationen des Coronavirus aufhalten lassen: „Das ist praktisch unmöglich.“ Die als besonders gefährlich eingestuften Virus-Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien seien nur drei von mehr als 12 000 Mutationen des Coronavirus, die aktuell bekannt seien.

Laut Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums soll in fünf Prozent aller positiven PCR-Proben gezielt nach Virus-Mutationen gesucht werden. Das von Prof. Knabbe geleitete Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin in Bad Oeynhausen überprüft seit Anfang Februar alle vorliegenden positiven PCR-Proben auf hochinfektiöse Mutationen. Aktuell werden dort pro Tag mehr als 1000 PCR-Abstriche analysiert.

Das HDZ-Labor zählt zu den bundesweit wenigen Einrichtungen, die mittels Sequenzierungsverfahren spezielle Genomanalysen von Viren durchführen können, mit denen eine umfassende Identifizierung der Corona-Mutationen möglich ist – inklusive der Entschlüsselung des gesamte Virus-Erbguts. Als Ergebnis wird neben den derzeit besonders infektiösen Mutanten auch ermittelt, um welchen Virusstamm es sich handelt und ob sich neue, bislang unbekannte Veränderungen entwickelt haben.

Institutsleiter Prof. Knabbe geht nach den bislang gewonnenen Erkenntnissen davon aus, dass sich das Coronavirus in Zukunft weiter verändern wird: „Bislang tauchen zahlreiche Mutationen pro Monat im Corona-Genom auf, die sich durchsetzen können.“ Ein Grund zur Verunsicherung sei das aber nicht: „Einer der großen Vorteile der neu entwickelten Impfstoffe ist, dass diese bei Bedarf an neue Mutationen des Sars-Cov-2-Virus angepasst und innerhalb kurzer Zeit nachproduziert werden können.“

Bis eine ausreichend große Impfrate der Bevölkerung erreicht ist, müsse es aber bei den derzeit geltenden Schutzregeln bleiben: „Maskentragen, Abstandhalten und Einschränken privater Kontakte sind die derzeit wichtigsten Coronaregeln, um das Mutationsgeschehen im Griff zu halten.“

 

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