Corona-Pandemie

Cloppenburger Senioren macht kleiner Pieks nichts aus

Cloppenburg - „Lohnt sich nicht, darüber zu schnacken“: Agnes Timmen aus Emstekerfeld machte am Montagmorgen beim Corona-Impfstart in der Cloppenburger Münsterlandhalle unmissverständlich klar, dass ihr der „Pieks“ gegen das Virus überhaupt nichts ausgemacht hatte. „Ich habe gar nicht erst lange darüber nachgedacht, ob ich mich impfen lassen soll. Das ist schon richtig so. Angst hatte und habe ich keine.“

So locker wie Timmen nahmen die Corona-Impfung am Montag die meisten Senioren. „Ist doch genauso wie bei einer Grippeimpfung“, sagte Brigitte Matiebe, und Lisa Niemöller machte auch das ganze Drumherum nichts aus.

Ab Dienstag drei Teams

Zwei Impfteams waren am Montag in der Münsterlandhalle im Einsatz, ab diesem Dienstag sind es drei. Und sollte es bei denen so laufen wie am Montagvormittag, dürften sie zufrieden sein. Konnte Dennis Beeken von der Stadt Cloppenburg, die durch je acht Mitarbeiter in zwei Schichten vertreten war, doch von einem reibungslosen Ablauf berichten. „Die Leute, die hier herkommen, sind alle gut drauf.“

Und es kamen viele: Um die 70 hatten gegen 11.30 Uhr schon ihre erste Dosis des Biontech-Vakzins erhalten. Nur eine Angemeldete war nicht erschienen. Überhaupt ist das Interesse der über 80-Jährigen an der Impfung in der Kreisstadt ganz ordentlich. 77 Prozent der von der Stadt angeschriebenen Ü-80-Senioren – das entspricht 1379 Anmeldungen – wollen sich eine Impfdosis abholen. Beim Impfstart in Lastrup hatten sich dagegen 93 Prozent impfen lassen.

„Das ist schon eine sehr, sehr hohe Quote. Das Angebot ist positiv angenommen worden. Die Münsterlandhalle ist ja auch ein idealer Ort, mitten in der Stadt mit so vielen Parkplätzen drumherum“, freute sich Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese. Toll sei auch, dass die Unterlagen, die die Senioren mitbringen müssen, „fast immer vollständig sind“.

Die über 80-Jährigen, die häufig in Begleitung erschienen, wurden nach dem Impfen noch im Ruheraum vom Deutschen Roten Kreuz betreut. 30 bis 45 Minuten mussten sie für den gesamten Aufenthalt in der Münsterlandhalle einplanen.

Kein Impfstoff vergeudet

„Die zweite Dosis Impfstoff wird schon zurückgehalten“, sagte Wiese, der auch zu berichten wusste, dass angebrochene Impfstoffreste nicht weggeschüttet werden. „Da gibt es Listen, wer geimpft wird, wenn Impfstoff übrig bleibt.“ Zudem gebe es schon Überlegungen, das dezentrale Impfen auch für weitere Impfgruppen anzubieten. „Das wird zurzeit diskutiert.“

Nicht lange diskutieren musste derweil Andreas Bonk, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizei. Er wollte mit einem Kollegen die Chance nutzen, die Senioren nach der Impfung über die Enkeltrick-Masche zu informieren. Das wurde genehmigt, so dass sich der Weg in die Münsterlandhalle für viele Senioren gleich doppelt gelohnt hatte.

 

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