Gesundheitstipps

Wenn der Mausarm den Musikantenknochen reizt

Esenshamm - Das Kubitaltunnelsyndrom tritt häufig bei Menschen auf, die viel am Schreibtisch arbeiten. Darauf weist Jörg Retzlaff, Chefarzt für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie an den Helios-Kliniken Cuxhaven und Wesermarsch hin. Anlässlich des „Tages der Hand“ an diesem Montag, 1. März, zeigt der Helios-Chefarzt auch Möglichkeiten der Prävention auf.

Im Kubitaltunnel, einer Knochenrinne an der Unterseite des Ellenbogens, läuft der sogenannte Nervus ulnaris entlang. Viele kennen ihn unter dem umgangssprachlichen Namen „Musikantenknochen“. Durch monotone, mechanische Bewegungen kann es zu Problemen an dem Nerv kommen. „Das beobachten wir häufig bei Menschen, die viel am Computer arbeiten“, so der Chefarzt. Der sogenannte Mausarm quäle die Betroffenen. „Sie haben ein Taubheitsgefühl im kleinen Finger und Ringfinger, das sich zu einer stark verkrampften ’Krallenhand’ entwickeln kann.“

Um die Hand zu entlasten, sollte, so rät der Chefarzt, öfter eine Pause eingelegt werden oder die Tätigkeit mit der Hand verändert werden. Während der Arbeit am Computer sei es ratsam, auf die Position von Maus und Tastatur zu achten. Das Handgelenk sollte gerade sein. Dafür seien Unterlagen geeignet, welche die Gelenke mit Polsterkissen unterstützen.

Zurzeit arbeiten viele Menschen von zu Hause aus, in nicht optimalen Umgebungen. Jörg Retzlaff sagt: „Wer sich notbeholfen mit dem Laptop an den Küchentisch setzt, hat meistens nicht die optimale Sitzhöhe zum Arbeiten. „Am besten ein Kissen auf den Stuhl legen, bis die Arme beim Sitzen einen 90-Grad-Winkel haben“, rät der Arzt.

Wenn es zu Schmerzen kommt, sei es in einem guten Drittel der Fälle möglich, das Kubitaltunnelsyndrom konservativ zu behandeln. Dazu werde die Hand mittels einer Schiene ruhiggestellt. Physiotherapeutische Übungen könnten helfen, die Reizung zu entspannen. Starke Entzündungen würden mit Cortison behandelt.

„Sind die konservativen Methoden nicht mehr hilfreich, können wir offen oder minimalinvasiv operieren“, erläutert Jörg Retzlaff. In 90 Prozent der Fälle führe die Operation zu Beschwerdefreiheit.

 

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