Kräutergarten

Das ganze Jahr eigene Gewürze

Immer beliebter ist die Vielfalt an frischen Kräutern mit ihrer unvergleichlichen Würze und ihrem hohen Anteil an Vitaminen und Spurenelementen.

Frische Kräuter in großer Auswahl aus dem eigenen Garten sind mehr gefragt denn je. Die Anlage eines Kräutergartens ist oft der erste Schritt, um diesem Ziel näher zu kommen. Bei der Planung wird zuallererst berücksichtigt, dass man immer trockenen Fußes mit ein paar Schritten von der Küche aus die Kräuter erreichen kann; muss man sich erst Gummistiefel anziehen, um an der Grundstücksgrenze die Pflanzen zu ernten, so wird man die Kräuter in der Küche kaum häufig verwenden.

Für kleinere Grundstücke empfiehlt sich die Anlage einer Kräuterspirale oder eines Hochbeetes. Die Kräuterspirale ist eine ca. 1,5 qm große, schneckenförmig gewundene Trockenmauer, die in den Zwischenräumen Platz zum Pflanzen bietet. Oben wachsen trocken und sonnig die wärmeliebenden Mittelmeerpflanzen, unten die Feuchtigkeit liebenden Kräuter. Schon im Mittelalter mauerte man ca. einen halben Meter hohe, rechteckige Hochbeete, gefüllt mit Schotter und magerer Erde, in denen man Kräuter besser züchten und ernten konnte. Aus dieser Zeit stammen auch die mittelalterlichen Klostergärten, die durch ihre strenge geometrische Ausrichtung der Beete charakterisiert sind.

Auch heute noch bietet es sich an, auf diese Formen zurückzugreifen und z.B. auf einer Terrasse mit Pflastersteinen rechteckige Kräuterbeete anzulegen, die ein reizvolles Schachbrettmuster bilden. Der mittelalterlichen Kräutergartenanlage abgeschaut ist es zudem, die

Beete in Quadrate einzuteilen. Jede Pflanze bekommt ihr eigenes Quartier, und es besteht eine größtmögliche Übersicht. Als Baumaterial sind Steine am günstigsten; sie eignen sich als Wege, reflektieren die Sonne und sorgen für mehr Wärme. Bei der Pflanzenauswahl ist zu berücksichtigen, dass die Pflanzen später stufenartig angeordnet sind, die hohen hinten und die niedrigen vorn. Jedes Quartier kann für die spezielle Pflanze auch besonders vorbereitet werden: die Mittelmeerpflanzen bekommen einen sandigen, kalkhaltigen und extrem mageren Boden. Den anderen, einen nährstoffreichen, humosen Boden liebenden Pflanzen, gibt man lehmige Erde und falls sie zusätzlich viel Feuchtigkeit wünschen, so steckt man eine mit Wasser gefüllte Flasche in das Erdreich.

Die meisten Stauden besorgt man sich am besten im Frühjahr als Jungpflanzen; ein- oder zweijährige Pflanzen werden direkt ausgesät. Je kleiner die Kräuterbeete sind, desto häufiger muss man vor allen Dingen die holzigen Stauden, wie Salbei und Lavendel, beschneiden; Kräuter, die Ausläufer bilden, wie Pfefferminze und Estragon, werden an den Beetgrenzen abgestochen.

Neben einer reichen Ernte sorgen diese klassischen Kräutergärten auch für eine charakteristische Gestaltung des eigenen Grundstückes. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich einen zwanglos gestalteten Kräutergarten anzulegen, oder die Kräuterpflanzen, je nach Standortansprüchen, in seine Zier-, Stauden-, Blumen- und Gemüsebeete zu integrieren.

 

Liveticker

Weitere interessante Artikel

Piccoplant forschungsstation

Wie feinstes Porzellan: Russischer Flieder von Leonid Kolesnikow

pflanzendecke

Gute Lösung: Immergrüne Bodendecker

nachwuchs

In die Gummistiefel und ab ins Grüne!

gemüse

Kulinarische Geschichte im Beet

gemüse

Bohnen haben 2. Weltkrieg überstanden

Obstbäume

Reiche Blüte reicht nicht aus

Gemeinschaftsgärten in Rastede

Jetzt wird auch in Nethen geackert

Frühjahrsarbeit

Moos im Rasen behandeln

Naturgarten

Salomonssiegel

Neuseeländer

Spinat für die Sommerzeit

Gundermann

Bodendecker wirken lebendig

Folgen des Winters

Notfallhilfe für Pflanzen mit Frostschäden

Sonniger Platz

Tipps für Erdbeeren auf dem Balkon und im Beet

Pflanzentipp

Gladiolen-Knollen jedes Jahr an neuen Ort setzen

Wie bunte Kissen im Garten

Pflegetipps für Polsterstauden