Naturbildungsstätte in Varel geplant

Hier soll ein Paradies entstehen

Varel - Eine Oase der Nachhaltigkeit will Elana Weber in Varel erschaffen. Oder wie sie selbst sagt: „Das Paradies auf Erden.“ Die 31-jährige Oldenburgerin hat mit der Projektidee „SelbstFairSorgt“ 2019 den Wettbewerb „Friesland – Helden der Heimat“ gewonnen. Nun soll aus der Theorie auch Realität werden. Zusammen mit der Lokalen Agenda Varel möchten sie auf einem großen Grundstück in einem Vareler Kleingartenverein ein „Paradies für Permakultur“ entstehen lassen.

1000 Quadratmeter Grünfläche haben Elana Weber und ihr Team im Sommer 2020 in der Kolonie Haferkamp dafür gepachtet. Hier soll eine Naturbildungsstätte entstehen, in der Workshops zu Themen wie Ernährung und Permakultur veranstaltet werden und generell viel Platz ist, Neues und Nachhaltiges auszuprobieren.

Landschaft designen

Dafür bekommen sie auch Unterstützung vom Institut für partizipatives Gestalten aus Oldenburg. Mit einer Permakultur-Designerin entwerfen sie zusammen das neue Gelände. Später sollen hier auch Design-Kurse zum Thema Permakultur stattfinden. Auch eine Schul AG mit der angrenzenden Oberschule Varel haben sie in Planung. Weitere Angebote sollen folgen.

Die ersten Birnenbäume sind nun in der Erde. Aus drei von ihnen soll Spalierobst als Wegbegrenzung werden“, sagt Weber. Denn sie plant einen „Naschweg“ anzulegen. Der soll einerseits den Zugang zum Brunnen erleichtern aber eben auch zum Naschen einladen. Erdbeeren, Johannisbeeren und weitere essbare Sträucher sowie alte Obst-und Gemüsesorten sollen dafür noch gepflanzt werden.

Auch ein Hoch- und Hügelbeet will die Gruppe anlegen. Um die Artenvielfalt zu fördern werden in dieser Saison auch unterschiedliche Ökosysteme wie zum Beispiel ein Totholzhaufen, Insektenhotels und ein Steinbiotop entstehen. „Wir haben die Globalisierung und die damit einhergehenden Zerstörungen der Erde satt“, sagt Weber zum Grund für die Aktion. Sie wollen etwas verändern und einen „echten Wandel von Umwelt und Ernährungsverhalten“ in Gang setzten.

Entschleunigen

Ihr neues Paradies soll ein Ort der Entschleunigung werden. Die Natur lasse sich nicht hetzen. „So entschleunigen wir automatisch auch das Tempo der Gesellschaft, sparen Zeit, Geld und Ressourcen ein.“ Außerdem mache es Spaß aus seinen eigenen Händen etwas aus der Umgebung zu schaffen, sagt Weber. „Und auch noch zu beobachten, wie die Insekten zurückkehren und die Natur sich erholt. Mehr Lob braucht es wirklich nicht“, sagt die 31-Jährige.

 

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