Natur und Umwelt in der Gemeinde Apen

Was tun gegen Schottergärten?

Apen - Zunehmend gibt es sie auch in der Gemeinde Apen: geschotterte Flächen als Vorgärten. Manchmal stehen dort vereinzelt Pflanzen, vielfach auch nicht. Angelegt werden solle Flächen vielfach, um den Pflegeaufwand für den Garten zu reduzieren. Unstrittig ist jedoch, dass Schottergärten keinerlei ökologischen Nutzen für die heimische Tierwelt haben und – weil sie sich bei Hitze stark aufheizen – schlecht für das (Mikro-)Klima sind.

Thema im Ausschuss

Der Aper Bau- und Planungsausschuss hat sich nun damit beschäftigt, ob und wie die Gemeinde auf den Trend Schottergärten reagieren solle. Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hatte in einem Schreiben mehrere Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt: Danach könnte die Gemeinde vor Bauprojekten mit Bauwilligen sprechen und über Nachteile einer Schotter- und Vorteile einer Grünfläche informieren. Auch ein entsprechender Flyer könnte der Baugenehmigung beigefügt werden.

Außerdem könne man in Kaufverträgen ausschließen, dass Schotter- und Steingärten angelegt würden, insbesondere dann, wenn die Gemeinde Baugrund anbiete. Bauplanerisch könne man Verbote von Schotter- und Steingärten im Bebauungsplan als „Grüne Festsetzungen“ aufnehmen. Immer müsse eine Abwägung zwischen ökologischen Gedanken und den privaten Belangen der Grundstücksbesitzer erfolgen.

Als Grünfläche nutzen

Zu dem Thema hatte das Niedersächsische Umweltministerium auch einen Erlass veröffentlicht, der u.a. beinhaltet, dass die im Bebauungsplan als nicht überbaubare Flächen und nicht anderweitig benötigten Areale nach der Bauordnung Grünflächen sein müssten (Rasen- oder Grasflächen, Gehölze, Zier- und Nutzpflanzen). Die Vegetation müsse überwiegen, Umrandungen mit Platten oder Pflastern seien möglich.

Dialog mit Bürger

In der Diskussion sagte UWG-Ratsherr Hartmut Ort, dass man in Sachen Schottergärten nicht mit dem Holzhammer auf Bürger einschlagen, sondern den Dialog suchen und sie über die Vorteile von Grünflächen informieren solle. Auch Heiner Bruns (CDU) mahnte Fingerspitzengefühl an. Einiges, wie z.B. durch Blühstreifen, werde bereits für Natur und Umwelt getan. Ein Patentrezept, wie man Schottergärten wieder abschafft, habe er nicht. Einig war sich der Ausschuss darüber, dass man über das Gemeindejournal Bürger für das Thema sensibilisieren wolle.

Vielfältig aktiv

Apens Bauamtsleiter Peter Rosendahl erklärte auf Anfrage, dass die Gemeinde als Beitrag zum Natur- und Umweltschutz beispielsweise Blühstreifen anlege, heimische Bäume pflanze und bei Mäharbeiten darauf achte, dass zwar die Verkehrssicherheit gewährleistet sei, aber nicht der gesamte Streifen gemäht werde. Auch gemeindeeigene Feldwege, wo kaum jemand fahre, würden bewusst der Natur überlassen. Aus ökologischen Gründen würden Regenrückhaltebecken nicht jährlich gereinigt. Einen weiteren Beitrag zum Natur- und Umweltschutz wolle die Gemeinde leisten, weil sie am Projekt „Eigene Vielfalt - Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft“ teilnehme.

 

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