Eberesche

Hausbaum für kleinere Gärten

Dieses auch als Vogelbeere bezeichnetes Gehölz erweist sich als eine robuste und ökologisch vielseitige Baumart.

So hat sich die Eberesche besonders bewährt bei der Neubepflanzung belasteter Flächen in Harz, Erz- und Fichtelgebirge, da sie bisher allen Immissionsbelastungen standhielt. Zum anderen verbessert sie mit ihren sich nach dem Laubfall schnell zersetzenden Blättern die Humusbildung, und die dadurch bessere Nährstoffversorgung macht den Baum widerstandsfähiger gegen negative Umwelteinflüsse.

Neben diesen idealen Wachstumsbedingungen trotz eventuell vorhandener Belastungen zeichnet sich die Eberesche zudem durch eine hohe ökologische Wertigkeit aus, da sie eine wertvolle Nahrungsquelle für die Tierwelt ist. Die nektarreichen Blüten ziehen im Frühjahr viele Fluginsekten und sogar Bienen an, die Blätter sind Nahrung für Laubkäfer und Schmetterlingsraupen und die Früchte im Herbst sehr begehrt bei Vögeln und Eichhörnchen; Vögel bauen zudem gerne ihre Nester in der Eberesche.

Die Eberesche, Sorbus aucuparia, ist nahe verwandt mit der Els- und Mehlbeere und dem Speierling; alle werden als Sorbus-Gehölze bezeichnet. Als Baum, der im Garten selten höher als fünf bis sieben Meter und zudem schlank wächst, passt die Eberesche auch noch gut in heute übliche kleine Gärten. Da der Baum außerdem mit seinen fiedrigen Blättern im Sommer viel Licht durchlässt, wirkt er nicht erdrückend, und unter ihm können deshalb viele Stauden und Blumen wachsen.

Die Eberesche zieht zwar feuchte und saure Böden vor, wächst aber auch auf kalkigen und trockeneren Böden, wo sie, wie sicherlich oft erwünscht, kleiner bleibt. Werden die Blätter allerdings über Sommer braun und trocken, fehlt den flach wurzelnden Gehölzen Feuchtigkeit. Ein durchdringendes Wässern, besonders im Jahr nach der Pflanzung, ist dann bei Trockenheit nötig.

Die Früchte der Eberesche enthalten viel Vitamin C sowie Apfel- und Zitronensäure. Die ausgereiften Beeren eignen sich gut zur Herstellung von Gelee, Saft und Marmelade.

 

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