Kinderkrankenschwester aus Ganderkesee

„Hört wieder auf euer Bauchgefühl“

Ganderkesee - Dass 40 Grad Fieber für Kinder direkt tödlich sind, sei nur einer von unzähligen Mythen. Um solchen Fehlinformationen und gegoogelten Diagnosen ein wenig entgegenzuwirken, hat Carina Indorf eine Seite auf der Internetplattform Instagram erstellt. Dort gibt die gelernte Kinderkrankenschwester Tipps und Tricks rund um die Themen Familiengesundheit und Familiensicherheit – immer mit dem Ziel, ein wenig Angst zu nehmen.

Die 31-Jährige hat selbst zwei Töchter im Alter von 4 und 2 Jahren. Und Kind Nummer drei ist auf dem Weg. Dass man als Mutter viele Ratschläge von allen Seiten erhält, kennt Carina Indorf nur zu gut. „Die sind bestimmt gut gemeint, aber nicht immer hilfreich“, sagt sie. „Ich bin kein Arzt und kann keine Diagnose über das Internet stellen, aber ich biete Informationen an“, sagt sie. Beispielsweise kläre sie auf ihrer Seite den Fieber-Mythos auf. „Fieber ist im Grunde sogar etwas Gutes, es ist ein Zeichen dafür, dass der Körper etwas bekämpft, dass er arbeitet“, sagt die 31-Jährige.

Viel Recherche

Einiges weiß sie durch ihre Arbeit als Kinderkrankenschwester, anderes hat sie selbst recherchiert und ausprobiert. Worauf es beim Kauf eines Kindersitzes wirklich ankommt, hat auch sie vor ihrer Recherche nicht gewusst. „Es gibt viel zu wenig Informationen dazu“, sagt Carina Indorf. Dass Kinder bis mindestens vier Jahre im Auto rückwärts sitzen sollten, war auch für sie eine Erleuchtung. „Solche Informationen stelle ich dann auf meiner Seite bereit, was jeder Einzelne damit anfängt, ist ihm selbst überlassen“, so die Kinderkrankenschwester.

Zu ihren ganz persönlichen Wunderwaffen im Mutteralltag gehören ätherische Öle. „Das ist die perfekte Ergänzung zur Schulmedizin“, sagt sie. So könne sie mit qualitativ hochwertigen Ölen das Immunsystem ihrer Kinder unterstützen und Schmerzen lindern. „Wenn meine Kinder Bauchschmerzen haben, verlangen sie schon selbst nach einer Ölmassage“, sagt Carina Indorf. Das Allzweckwunder sei Lavendel. „Ob kleine Verbrennungen, Mückenstiche oder Schlafbeschwerden – es hilft.“

Zuckerarm ist wichtig

Aber auch die Ernährung sei ein wichtiges Thema. „Ausgewogen und zuckerarm ist am besten“, sagt die zweifache Mutter. Deshalb versuche sie möglichst viel selbst zu kochen oder zu backen und Alternativen zu Zucker zu finden. „Kuchen süße ich beispielsweise mit Banane.“

Vor allem möchte sie mit ihrer Seite Denkanstöße geben und Erfahrungsaustausch generieren. „Wichtig ist, dass keiner von uns perfekt ist. Es gibt auch mal Süßes oder die Kinder sind zu lange wach“, sagt die 31-Jährige. Alle Eltern müssen ihren Weg finden. „Und eines ist besonders wichtig: Hört wieder auf euer Bauchgefühl“, betont Carina Indorf.

 

Liveticker

Weitere interessante Artikel

Stefan Tinneberg

"Das Gärtnern ist mein Herzblut"

Balkonpflanzen

Sonne, Sehnsucht und Blütenträume

kleingarten

Neues Garten-Netzwerk aus Kleingärtnern

Stadtgärten in Oldenburg eröffnet

In der Innenstadt grünt es an allen Ecken und Enden

Kübelpflanzen

Abutilon blüht im Sommer

Erdbeeren

Nach der Blüte beginnt die Pflege

Zucchini

Kleine Kürbisse

Erdbeerspinat und Guter Heinrich

Maikäfer flieg

Landfrauen schützen Insekten

Staude für mehr "Flugbetrieb" im Garten

Kulturhaus Müller in Ganderkesee

Gartenumgestaltung erst kommendes Jahr

Blütenpracht

Für Garten und Kübel: Der Flieder duftet herrlich

Strauß für den Muttertag

Schnittblumen besser morgens schneiden

Neues Zuhause fürs Grün

Upcycling-Projekt: Geranien in Autoreifen pflanzen

Service im Ammerland

Wie gehts mit der kostenfreien Laubentsorgung weiter?

neuheit

Die "Flammbine" ist heiß auf den Sommer