Service im Ammerland

Wie geht’s mit der kostenfreien Laubentsorgung weiter?

Ammerland - Ist der Zeitraum für die Ammerländer, in dem sie öffentliches Straßenlaub kostenfrei bei den Deponien entsorgen können, lang genug? Diese Frage warf im vergangenen November Kreistagsabgeordneter Lars Schmidt-Berg (CDU) in einer Sitzung des Abfallwirtschaftsbetriebs auf. Seine Idee: Das Angebot, das von Oktober bis Februar währt, könnte um zwei Monate verlängert werden.

Grund: Viele Ammerländer lassen laut Schmidt-Berg das Laub zum Schutz von Pflanzen und Tieren länger liegen, entfernten es somit später – und das meist nach Ende der kostenfreien Laubannahme. Er bat deshalb um Überprüfung und Beratung des Themas in der nächsten Sitzung. Gleichzeitig forderte er die Landkreis-Behörde auf, Zahlen vorzulegen, was das Angebot den Landkreis Ammerland pro Jahr kostet – und wie eine zweimonatige Verlängerung zu Buche schlagen würde.

Mehr als 150 Tonnen

Dem Wunsch folgte die Behörde nun. In einer Mitteilung zur jüngsten Sitzung erläuterte der zuständige Abfallwirtschaftsbetrieb: „Seit der Einführung dieser Regelung wurde das Angebot sehr gut angenommen. Die ursprünglich im Jahr 2002 geschätzte Sammelmenge von rund 150 Tonnen für alle kreisangehörigen Gemeinden und die Stadt Westerstede wurde regelmäßig deutlich überschritten.“ Unterm Strich kostet das gebührenfreie Angebot, so hieß es, rund 35000 Euro jährlich. Sollte das Angebot um einen weiteren Monat verlängert werden, wird mit zusätzlichen 20 Tonnen Laub gerechnet – was rund 1600 Euro Mehrausgaben für den Landkreis und etwa 1000 Euro zusätzliche Ausgaben für die Mitgliedsgemeinden mit sich bringen würde.

Behörde dagegen

Geht es nach der Behörde, sollte das nicht ausgeweitet werden. „Soweit für die Verlängerung des Zeitraumes Gründe des Natur- oder Artenschutzes vorgetragen werden, ist festzustellen, dass mit der Einführung der gebührenfreien Anlieferung von öffentlichem Laub das Ziel verfolgt wurde, eine zeitnahe Entsorgung des Laubs für betroffene Grundstücke sicherzustellen. Eine Zwischennutzung für den häuslichen Garten jedweder Art ist grundsätzlich zu begrüßen, kann aber eine Verlängerung des Entsorgungszeitraumes für öffentliches Laub nicht rechtfertigen, da der Entledigungswille der Betroffenen dann nicht im Vordergrund steht“, so die Behörde. „Auch wenn es sich nur um geringe Laubmengen und Zusatzkosten für den Landkreis und seine Mitgliedsgemeinden handeln wird, wird dem Bürger bereits jetzt schon ein fünfmonatiges Zusatzangebot geboten, das ausreichend zeitlich dimensioniert sein sollte, das öffentliche Laub zu entsorgen, sodass eine Verlängerung nicht erforderlich ist.“

Ob die Politik das ähnlich sieht? Das bleibt abzuwarten. Erst einmal muss über die nun vom Landkreis vorgelegten Zahlen beraten werden.

 

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