Gärten in der Wesermarsch entdecken

Spiel von Licht und Schatten in Brake

Brake - Der große Teich ist im Garten von Hanne und Reiner Blohm das bestimmende Element. Er vermittelt sofort eine parkähnliche Atmosphäre, obwohl der Garten mit 400 Quadratmetern relativ klein ist. Bei der Aktion „Offene Gartenpforte Wesermarsch“, können sich Interessierte selbst von diesem Phänomen überzeugen. Der Braker Garten ist am 19. und 20. Juni, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr, für Besucher geöffnet.

Interessanter Garten

„Einen Zaun um einen großen Garten setzen kann jeder“, sagt Reiner Blohm. Was den Garten der Blohms so besonders mache, sei die Abwechslung auf kleiner Fläche. „So sieht der Garten größer aus, als er eigentlich ist“, sagt Reiner Blohm. „Aber man muss natürlich auch wollen. Ein interessanter Garten, der auch pflegeleicht ist, ist bis jetzt noch nicht erfunden worden“, sagt er schmunzelnd. Und Reiner Blohm weiß, wovon er spricht. Er ist gelernter Gartenarchitekt. Beruflich hat er viel im öffentlichen Bereich gearbeitet. „Der Garten war immer mein Refugium, in dem ich Ideen umsetzen konnte“, sagt er. Denn ein Garten sei nie fertig, sondern immer in der Entwicklung.

Grüne Kulisse

1980 zogen die Blohms in das Haus an der Schlesier Straße. „Weil die umliegenden Gärten keine Bäume hatten, haben wir welche gepflanzt“, erzählt Reiner Blohm. Auch wenn die Bepflanzung Fläche kostete. Doch das Paar wollte eine „grüne Kulisse“, beschreibt er. Da Bäume Schatten in den Garten bringen, passten die Blohms die übrige Pflanzenauswahl daran an. Clematis und Rhododendron wachsen auch an schattigen Plätzen, ebenso die Funkien (Hosta), die Reiner Blohms große Leidenschaft sind. Rund 350 verschiedene Sorten hat er. Dennoch bietet sich ein abwechslungsreiches Bild. Von der blau-gelben „Mike Shadrack Funkie“ bis zur „Drinking Gourd“, deren große grüne Blätter sich wie kleine Schüsseln nach innen biegen, wird dem Betrachter einiges geboten. Reiner Blohm schaut sich gern auf Messen oder Märkten nach seinen Lieblingspflanzen um. In einem kleinen Gewächshaus, der „Kinderstube“, zieht er neue Sorten oder Ableger, erzählt er. Dennoch achten Hanne und Reiner Blohm darauf, dass ihr Garten nicht zur Monokultur wird. „Wir wollen Vielfalt“, betont Reiner Blohm. Blumen, die sich selbst aussäen, dürfen es in ihrem Garten auch. „Der Fingerhut zum Beispiel vagabundiert durch unseren Garten“, sagt Reiner Blohm. Der große Weißdorn blüht zurzeit. Er sei ein wahrer Bienenmagnet, sagt Reiner Blohm.

Auf Holzbohlen

Holzbohlen sind im Garten der Blohms ein weiteres wiederkehrendes Thema. Ein Weg führt an einem kleinen plätschernden Wasserlauf vorbei, der in den großen Teich mündet. „Ich hätte gerne einen echten Bach gehabt, aber solche Grundstücke sind in der Wesermarsch eher selten“, sagt Reiner Blohm schmunzelnd. Nun sorgt eine Pumpe für einen Wasserkreislauf. Von der Terrasse aus haben die Blohms einen tollen Blick über den Teich. An mehreren Stellen im Garten stehen Bänke und laden zum Verweilen ein.

Am Wochenende 19./20. Juni werden die Besucher im Einbahnstraßensystem durch den Garten geleitet. Das habe auch im ersten Corona-Sommer im vergangenen Jahr gut funktioniert, sagt Reiner Blohm. So können auch die Abstände eingehalten werden. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. In der Zeit von 10 bis 18 können Interessierte einfach vorbeikommen. Bei Fragen zum Garten oder den Pflanzen gibt Reiner Blohm selbstverständlich gern vor Ort Auskunft.

 

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