gartenhäuser

Der Tausendsassa im heimischen Garten

Das Gartenhaus – oder auch die Gartenlaube – ist eine hübsche und praktische Ergänzung zum Wohnhaus oder des Kleingartens aus einem massiven Mauerwerk, Holz, Metall oder Gusseisen. Auf Grund ihrer Größe bezeichnet man die Bauwerke oft als Gartenhäuschen. Man findet sie in geschlossener Form als Hütte oder Geräteschuppen vor, aber auch in offener, luftiger Bauweise, wie beim Pavillon oder Salettl.

Früher nur etwas für die Oberschicht

Der Ursprung der Gartenhäuser geht bis ins Mittelalter zurück. Der begütlichte Stadtbewohner besaß in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein sogenanntes Bürgerhaus. Hier war es chic, sich ein Gartenhäuschen in den Hinterhof zu setzen, nicht selten auch für edle Weine unterkellert. Dabei achtete man darauf, dass das Gartenhaus im gleichen Stil wie das Haupthaus erbaut wurde. Heute findet man Gartenhäuser und Gartenlauben in vielen Privatgärten oder Kleingartenkolonien in allen Formen und Farben.

Vor dem Bau die Rechtslage prüfen

Genehmigungsfrei heißt nicht genehmigungsfrei. Zunächst sollte man sich vor Ort bei der Gemeinde nach dem sogenannten Bebauungsplan erkundigen. Dieser stellt die rechtliche Grundlage für das Bauvorhaben dar. Gemeinden machen Einschränkungen bei der bebaubaren Grundstücksfläche, die meist schon durch das Haupthaus belegt ist. Ebenso sollte auf die Nähe zum Nachbargrundstück geachtet werden. Grenzbebauung ist auf mindestens einen Meter zum Nachbargrundstück reglementiert und stellt nicht selten ein Konfliktpotenzial dar. Daher ist es ratsam, das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen. Ist noch bebaubare Fläche frei und sind alle rechtlichen Schritte geklärt, kommt es auf die Größe an, ob Sie eine spezielle Baugenehmigung einholen müssen oder nicht.

Musterbauordnung ist entscheidend

Im Land Niedersachsen stehen Ihnen 40 Kubikmeter (im Außenbereich bis 20 m³) umbauter Raum baugenehmigungsfrei zur Verfügung, solange es nicht als Zweitwohnsitz genutzt werden kann. Dafür müssen folgende drei Bedingungen erfüllt werden:  Die mittlere Wandhöhe beträgt maximal drei Meter.  Keine Feuerstätte (jegliche Wärmeerzeugung aus der Verbrennung flüssiger, fester oder gasförmiger Stoffe) sowie keine Aufenthaltsräume (Küche, Badezimmer, Schlafräume).  Gesamtlänge je Grundstücksgrenze beträgt neun Meter.

Möchte man das Gartenhaus als Feriendomizil oder Ähnliches nutzen, ist natürlich an einen Anschluss an die Kanalisation oder das Stromnetz zu denken. In diesem Fall ist eine Baugenehmigung unumgänglich.

Der Bau kann beginnen

Nachdem die Rechtslage geprüft und sich für eine Bauweise entschieden wurde, kann es losgehen. Die beliebtesten Gartenhäuser bestehen Holz und sind auch als Fertighaus im Baumarkt erhältlich. Experten raten in vielen Fällen zu einem Fundament aus Beton, was für mehr Langlebigkeit und Stabilität sorgt. Es empfiehlt sich, das verbaute Holz mit einem Bläueschutz gegen Pilzbefall zu bestreichen, ehe man es mit einer Holzlasur versiegelt. Beim Holz sollte auf die optimale Wandstärke geachtet werden. Bei Geräteschuppen reichen Stärken von unter 40 mm aus. 92 mm Stärke eignen sich für die Einrichtung eines bewohnbaren Gartenhauses.

Ein Dach über dem Kopf

Je nach Beschaffenheit und Architektur des Daches eignen sich die optisch ansprechenden Dachpfannen oder Schieferschindeln (abweisend gegenüber UV-Strahlung) zur Abdeckung. Die am häufigsten verwendete Dachabdeckung ist die Bitumendachpappe. Da sie aber schnell zur Rissbildung neigt, setzt man immer mehr auf die elastischere EPDM-Dachfolie. Zusätzlich kann eine Regenrinne für das Ableiten des Regens sorgen und so Wasserschäden verhindern.

Gartenhäuser brauchen Pflege

Ein Gartenhaus stellt eine optische Aufwertung des eigenen Gartens dar. Als Tausendsassa hat das Gartenhaus nicht nur viele Formen, Materialien oder Dachkonstruktionen, es ist auch als Feriendomizil, Ruhe-Oase, Geräteschuppen oder Lagerplatz vielseitig einsetzbar. Viele kümmern sich mit Liebe zum Detail um die Bepflanzung ihrer Häuschen. Türkränze, Blumenkästen, Ranken oder auch kleine Beete umranden die Optik des Gartenhauses. Alle vier bis fünf Jahre sollte man das Holz nachbehandeln, um es wieder witterungsbeständig zu machen. Vergessen Sie nicht, das Gartenhaus gegen Einbrecher zu schützen und gegen Sturmschäden zu versichern.

 

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