Schulgarten in Lemwerder

Ein Hotel für den Ohrenkneifer

Lemwerder - Wie heißt es so schön: Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten. An Weisheit dürfte es demnach an der Eschhofschule absolut nicht mangeln. Voller Begeisterung, Tatendrang und mit jeder Menge Ideen sind seit kurzem Kinder der fünften und siebten Klassen dabei, endlich das schon seit langem geplante Projekt Wirklichkeit werden zu lassen.

Feuerbohnen

„Die Kinder hatten jetzt genug Theorie beim Homeschooling. Wichtig ist, dass nun auch wieder praktisch gearbeitet werden kann“, sagt Ute Volbers, die die noch junge AG leitet. „Die Schülervertretung wollte das schon so lange. Nie hat es geklappt. Jetzt lassen wir es einfach klappen“, lacht die Schulelternsprecherin, die begeisterte Hobbygärtnerin ist.

Körperliche Ertüchtigung oder Gärtnerwissen gehören genauso zum Projekt wie Upcycling, handwerkliches Geschick und vor allen Dingen die Gemeinschaft. Jeder darf sich auf dem 400 Quadratmeter großen Rasenstück verwirklichen wie er will. „Ohrenkneiferhotels“, bunte Fahnen oder dekorativ in Baumscheiben gebrannte Namen der Gewächse wurden dazu schon im Vorfeld gebastelt.

Ein gespendeter Zaun dient, zeltförmig errichtet, als Rankhilfe für die Feuerbohnen, von denen die ersten Triebe schon aus dem Boden gucken – genau wie die Radieschen in einigen der frischen Beete. Ein altes Metallbett, das Ute Volbers günstig aufgetrieben hat, wurde zum Hochbett umfunktioniert. Aber auch alte Ziegel, Totholz oder anderes Ausrangiertes lassen sich wunderbar integrieren, so die Erfahrung.

Arne hat besonders viel Spaß am Umgraben. Das Homeschooling war zwar „chillig“, aber man sitze die ganze Zeit drinnen, finden Malin und Leonie, die neben anderem Blumen und Erdbeeren gepflanzt haben. Radieschen, Zinnien, Waldmeister oder Hokkaido hat Cvetka in die Erde gebracht. Milan und Erencan finden einfach alles toll – außer, dass nicht jeden Tag Schulgarten AG ist, grinsen die beiden Siebtklässler.

Marmeladenverkauf

Gedanken haben sich die Jungen und Mädchen auch über die bevorstehenden Sommerferien gemacht, in denen die mit jeder Menge Schweiß angelegten Anpflanzungen natürlich weiter gepflegt werden müssen. Wechselweise wird sich zusammen mit dem Hausmeister um den Schulgarten gekümmert, so der Plan.

Viel wurde gespendet oder konnte vom Erlös des Marmeladenverkaufs von Tatjana Winterboer und Ute Volbers angeschafft werden, freut sich Sozialarbeiterin Felicitas Steen beispielsweise über das spendierte Tor, das demnächst den Schulgarten vor Vandalismus schützen soll. Die Genehmigung des Landkreises hat sie dazu bereits eingeholt. Was fehlt, ist noch etwas tatkräftige Unterstützung beim Aufbau. Willkommen sind aber auch Ableger jeder Art oder andere Sachen, um den Garten einzurichten.

 

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