Klimawandel in der Stadt

Aurich soll gegen Schottergärten durchgreifen

Aurich - Bekommt die Stadt Aurich einen Aufpasser, der die Vorgärten im Stadtgebiet daraufhin kontrolliert, ob diese naturnah gestaltet sind? Der Stadtrat sollte sich am Dienstag mit dem Antrag von Heidrun Weber (GfA) befassen, ob die Stadt dem Vorbild der Stadt Leer folgt. Das ist aber nicht passiert. In Leer prüft inzwischen ein Mitarbeiter der Verwaltung, ob Bürger das geltende Verbot einhalten, keine tristen Schotter- oder Steinbeete im Stadtgebiet anzulegen. Die Grünen hatten diese Forderung ebenfalls bereits erhoben. Auch der Naturschutzbund Norden hatte bereits erhebliche Bedenken angemeldet, weil Schottergärten heimischen Insekten und Vögeln keinen Lebensraum bieten. Die Norder bieten deshalb Beratungen für Bürger an. Außerdem würden solche Steingärten in heißen Sommern die Überhitzung dieser Lebensräume fördern. Hier wird statt Schotter und Kies auch Rindenmulch empfohlen, der kleineren Tieren einen Lebensraum biete, um beispielsweise zu überwintern.

„Steingärten des Grauens“

Der Bürger solle auf die Pflicht hingewiesen werden, keine „Steingärten des Grauens“ auf dem Grundstück“ anzulegen, so Weber. Sie hatte einen entsprechenden Antrag zur Beratung eingebracht, der aber nicht zur Abstimmung kam. Weber weist darin auf die das Verbot in Niedersachsen hin, das in vielen Kommunen jedoch aufgrund von Personalmangel nicht überprüft werde. Die Stadt Aurich könne mit den jährlichen Steuerbescheiden auf das Verbot hinweisen. „Und dem Bürger eine Frist setzen, zu wann Steingärten zurückzubauen sind“, meint Weber. Mit Ablauf der Frist sollen dann Bußgelder verhängt werden, wenn der Aufforderung nicht Folge geleistet werden sollte. Und Weber geht noch weiter: In den Bebauungsplänen soll die Verpflichtung festgeschrieben werden, dass auf jedem neu zu bebauenden Grundstück mindestens ein Obstbaum gepflanzt wird.

Keine schwarze Verkleidung

Abgelehnt hat der Rat am Dienstag indessen einen GfA-Antrag, nach dem im Rahmen des Klimawandels künftig weder alte noch neue Häuser mit schwarzen Platten verkleidet werden dürfen. So soll angesichts vergangener Hitzesommer in Zukunft etwas gegen die Überhitzung bebauter Bereiche in der Stadt unternommen werden. Auch schwarze Dachziegel sollen deshalb der Vergangenheit angehören. „Jedem dürfte bekannt sein, dass gerade die Farbe Schwarz die Sonneneinstrahlung nicht reflektiert und somit die Gebäude erhitzt“, so Weber. Für die Ablehnung ihres Antrags hatte Weber kein Verständnis, ebenso für vergangene Anträge, beispielsweise durch Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtungen Baumschutz, zu betreiben. „Der Klimawandel ist spürbar“, gab sie ihren Ratskollegen mit auf den Weg.

 

Blaulicht-Ticker

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