Aufnahmestopp und Praxisschließungen

Kinderärztliche Versorgung im Nordwesten verschlechtert sich stetig

Oldenburg/Nordwesten - Das Kind fiebert hoch, die Temperatur lässt sich nur kurz mit einem Zäpfchen senken. Steckt etwas Ernsthaftes dahinter? Ist das aggressive Bellen ein einfacher Husten oder eine Bronchitis? – Das sind die Situationen, in denen Eltern ihre Kleinen zu einem Kinderarzt bringen wollen. Doch was, wenn es den vor Ort nicht gibt? Viele fahren dann nach Oldenburg in die Bereitschaftsdienstpraxis der niedergelassenen Kinderärzte. Dort zeigen sich die Folgen in Schlangen Wartender, die aufgrund der Corona-Beschränkungen auch noch im Freien bleiben müssen. Eine Situation, die für alle Beteiligten aufreibend ist.

In die Bereitschaftsdienstpraxis in Räumlichkeiten der Kinderklinik am Oldenburger Klinikum kommen immer mehr Familien, deren Kinder zwar krank, aber keine Notfälle sind, die aber keinen behandelnden Kinderarzt in Wohnortnähe haben. Ein Zeichen dafür, dass sich die kinderärztliche Versorgung in der Region stetig verschlechtert. Dr. Sainab Egloffstein, Geschäftsführerin der Oldenburger Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), sagt: „Das Kinderarztproblem kommt jetzt in Oldenburg geballt an. Und im Umland ist es noch deutlicher.“ Im Kreis Cloppenburg liegt die Versorgungsquote mit Kinderärzten nur bei 80,1 Prozent, vier Sitze sind dort frei. In der Wesermarsch liegt die Versorgungsquote bei 80,5 Prozent, anderthalb Kassensitze könnten dort belegt werden. In Leer sind zwei Arztsitze zu vergeben

Diese Zahlen hören sich nicht dramatisch an. Aber: Laut Datenlage der KVN führt ein Kinderarzt in Cloppenburg im Jahr 4717 Behandlungen durch, bei vier freien Kassensitzen sind das fast 19 000 Behandlungen, die fehlen. In der Wesermarsch liegt die Behandlungsquote je Arzt bei 3863. Nimmt man diese Quote als Maßstab, wären bei Vollbelegung knapp 5800 weitere Behandlungen möglich.

Geht man rein von den Zahlen der KVN aus, müssten etwa in der Stadt Oldenburg, im Ammerland, im Landkreis Oldenburg und im Bereich Friesland/Wilhelmshaven paradiesische Kinderarztverhältnisse herrschen: In der Stadt Oldenburg liegt der Versorgungsgrad mit Kinder- und Jugendärzten bei 166 Prozent und weist 5,4 Ärzte oberhalb der Sperrgrenze durch die KVN aus. Und dennoch sind die Praxen mit Patienten überlaufen, Ärzte ächzen unter der hohen Arbeitsbelastung und Familien berichten von der mühsamen Suche nach einem Kinderarzt.

 

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