Kräutergarten

Unvergleichliche Würze

In Indien wächst der Majoran als Staude wild. Über die Mittelmeerländer kam dieses Gewürz erst zur Zeit der Kreuzzüge nach Mitteleuropa, wo es seitdem wegen seiner Frostempfindlichkeit als einjähriges Kraut angebaut wird. Majoran gehört zu den Lippenblütlern und entwickelt verästelte Stängel, an denen sich die kurzgestielten, länglichen Blätter bilden, die mit vielen Öldrüsen besetzt sind. Bei uns erhältlich sind der französische und der deutsche Majoran; der französische ist aromatischer, der deutsche wächst schneller und ist nicht so empfindlich. Je nach Aussaat, die im Freiland erst nach den Eisheiligen erfolgt, erscheinen von Ende Juli bis in den Oktober hinein weiße Blütenköpfchen, die von Bienen reichlich besucht werden.

Als Büschel pflanzen

Im Garten verlangt der Majoran einen vollsonnigen und windgeschützten Platz mit nährstoffreichem, humosen Boden. Am besten pflanzt man immer zwei, drei Pflänzchen als Büschel zusammen im Abstand von 20 cm. Ist der Majoran erst einmal angewachsen, kann ihm Trockenheit nicht schaden.

Zerreibt man die Blätter in der Hand, duften sie intensiv würzig pfeffrig und leicht nach Kampfer. Die frischen Blätter kann man das ganze Jahr über kontinuierlich ernten. Stellt man rechtzeitig vor den ersten Frösten einige jetzt ausgesäte Pflanzen in Töpfen ins Haus, verlängert sich die Erntezeit noch erheblich.

Am aromatischsten ist der Majoran kurz bevor sich die Blütenköpfchen öffnen. Zu diesem Zeitpunkt lohnt es sich, die Haupternte vorzunehmen und das Kraut zu trocknen. An einem sonnigen Tag schneidet man morgens, wenn der Tau abgetrocknet ist, oder abends das Kraut bis zu den unteren Verästelungen zurück. Dies hat den Vorteil, dass der Majoran noch einmal austreibt und eine zweite Ernte im Herbst ermöglicht. Dann wird er gebündelt und an einer luftigen Stelle getrocknet. Anschließend zerreibt man das Kraut zwischen den Fingern, entfernt die holzigen Stängel und verschließt den so zubereiteten Majoran in luftdichten Gläsern, damit das kostbare Aroma noch lange erhalten bleibt.

Verschiedene Verwendung

Von der Verwendung her am bekanntesten ist Majoran zur Wurstherstellung. Die frischen Blätter passen aber auch gut zu Salaten, Kartoffelgerichten, Gemüse, Suppen, Eintöpfen und Fleischspeisen. Der frische Majoran wird den Gerichten erst kurz vor dem Garwerden beigegeben. Den getrockneten Majoran hingegen lässt man mitkochen. Er eignet sich hervorragend zu fetten Fleischspeisen, wie Gänse-, Lamm- und Schweinebraten, zu Hackfleisch und zu Erbsen- und Bohneneintöpfen.

Hat man sich erst einmal an die Verwendung von frischem und getrocknetem Majoran aus dem eigenen Garten gewöhnt, wird er bald zu den Kräutern zählen, auf die man nicht mehr verzichten möchte.

 

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