Buchsbaum

Beliebt zur Gartengestaltung

Schon die Römer schätzten vor Jahrtausenden dieses dichte dunkelgrüne Blätterwerk; ihren Höhepunkt erlebten die Buchsbaumhecken dann in den herrschaftlichen Gärten des Barocks und später in den Bauerngärten. In den letzten Jahrzehnten hat Buchsbaum wieder eine Renaissance erlebt, die seit einigen Jahren jedoch getrübt wird. Neuerdings tritt, bisher regional vereinzelt, eine Pilzerkrankung, genannt Buchsbaumsterben, Cylindrocladium buxicola, auf und hat sich schon sehr weit verbreitet, besonders auf Friedhöfen.

Der Befall zeigt sich in plötzlichem, sehr starken Blattfall und bei Feuchtigkeit erkennt man ein gräulich weißer Sporenbelag unter den Blättern. Eine Behandlung bereits erkrankter Pflanzen mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht mehr möglich. Kranke Pflanzenteile und Pflanzen sollten sofort und gründlich beseitigt und über den Restmüll entsorgt oder, wo erlaubt, verbrannt werden. Wegen der großen Ansteckungsgefahr sollten auch die oberste Erdschicht und alle abgefallenen Blätter entfernt werden. Beim Zurückschneiden des Buchsbaums empfiehlt es sich, das Schnittwerkzeug zwischendurch immer wieder mit Spiritus zu desinfizieren.

Auch das in manchen Regionen lästige Auftreten des Buchsbaumzünslers verleidet den Gartenbesitzern die Freude am Buchsbaum. Auf der Suche nach Ersatzpflanzen bieten sich dann für niedrige Hecken bis zu einem Meter und Einfassungen der Bergilex, Ilex crenata, an. Noch niedriger bleibt der Heckenzwerg, Ilex aquifolium.

Für die naturnahe Gartengestaltung kann man den Buchsbaum, besonders als Unterpflanzung von Gehölzen oder als Sichtschutz unschöner Ecken, einfach wachsen lassen und sich über das frei entfaltete Blattwerk freuen. Die kräftig gewachsenen Büsche sind dann zugleich ideale Deckungssträucher und Brutgehölze für Vögel. Der Nektar der zahlreichen Blüten stellt eine begehrte Nahrung für Schwebfliegen und Blumenfliegen dar, während Wildbienen bevorzugt den Pollen sammeln.

Verwendet man Buchsbaum im Garten, ist es besonders für Haushalte mit Kindern wichtig zu wissen, dass diese Pflanzen giftig sind; Blätter und Wurzelrinde enthalten das giftige Alkaloid Buxin.

 

Liveticker

Blaulicht-Ticker

Weitere interessante Artikel

Landschaftsgärtner

Vom Straßenbauer bis zum Pflanzenkenner

Pflanzen für Balkon und Terrasse

Der Natur auf die Sprünge helfen

Berufung

Für zwei Deutsche Meisterschaften qualifiziert

Musterbeete vom Emder Ökowerk

Auch ohne Sonne kann es blühen

Überwinterung von Zierfischen

Umzug ins Haus: Teich- und Aquarienwasser mischen

Gesellschaft

Begeisterung für Bio-Blumen

Staudengarten

Fetthenne lockt Schmetterlinge

Pflanzenschutz

Raupen sorgen für Schäden

WAlnüsse

Ernte mit Umsicht

Herbstzeitlose

Früchte des Herbstes

Angebot ab 1. Oktober

Kostenfreie Laub-Entsorgung von öffentlichen Straßenbäumen

Gartenzeit in der Norder Klimawoche

Einführung in die Nutzung der Saatgutbibliothek

Emder Ökowerk startet neues Projekt zum Mitmachen

Fünf Musterbeete für mehr Vielfalt im Vorgarten

Terrasse

Individuell in Licht getaucht

Dekoration

Die Sterne vom Himmel holen