Dreharbeiten in Aschenstedt

Reportage mit der Tomaten-Expertin

Dötlingen - Regisseur Lutz Wetzel und Kameramann Gerrit Schröder können nicht anders als sich jetzt endlich auch ein paar Tomaten zu pflücken. Eine ist leicht aufgeplatzt, „die sind am leckersten, am süßesten“, kommentiert Waltraud Schachtschneider. Die 86-jährige aus dem Dötlinger Ortsteil Aschenstedt (Landkreis Oldenburg) kennt sich mit der Pflanzenart aus. Und weil das auch Lutz Wetzel weiß, hat er die Dreharbeiten für die Nordreportage rund um die Tomaten-Expertin angestoßen.

Altes Fachwissen

Zwischen dem Pflanzenhof und dem Privathaus der Schachtschneiders stehen an diesem Drehtag neben Waltraud Schachtschneider ihr Sohn und Pflanzenhof-Betreiber Olaf Schachtschneider, die als „Tomatenlady“ bekannte Sue Larisch aus Ahlhorn und Karl-Heinz Krüger, der Mitglied der Dötlinger Gartenkultour ist. „Wir sind gar nicht da“, fordert der Kameramann die vier Garten-Experten auf, sich möglichst natürlich über Tomaten zu unterhalten.

Ein Skript ist dafür offenbar nicht nötig: Dass Spinnmilben das Schlimmste seien, was den Pflanzen passieren könne, „gleich das ganze Gewächshaus desinfizieren“, sagt Olaf Schachtschneider, dass es auf die Regelmäßigkeit des Gießens ankomme, ergänzt Sue Larisch – sie beschäftigt sich seit fast 40 Jahren mit dem zumeist roten Gemüse.

„Die Menschen sind wie verrückt hinter Tomaten her, durch Corona hat es sich nochmal verstärkt“, erklärt der Huntloser Lutz Wetzel am Rande der Dreharbeiten, warum er sich für dieses Thema entschieden hat. „Der Ruhm von Frau Schachtschneider ist zu mir hervorgedrungen – das ist altes Fachwissen.“

65 Sorten ausgesät

Das zeigt Waltraud Schachtschneider dann auch, als Schröder ihr mit der Kamera folgt: Hinter dem Gewächshaus reihen sich die bepflanzten Töpfe nebeneinander. „Nicht zu viel gießen“, mahnt sie an, als sie die Tomaten begutachtet. „Ich habe 65 Sorten ausgesät. Nächstes Jahr werden es wohl etwas weniger.“ Seine Mutter habe bestimmt gut 30 Jahre Erfahrung mit der Pflanze, schätzt Olaf Schachtschneider, als die Kamera ausgeschaltet ist. „Das ist schon außergewöhnlich, mit 86 morgens um fünf die Tomaten zu topfen und zu etikettieren“, ergänzt er. Toll sei das, und auch ein bisschen verrückt, wie seine Mutter zustimmt.

Begonnen haben die Dreharbeiten bei den Einpflanzungen im Mai und enden im Herbst mit der Ernte. Auch das Tomatenfest, das Olaf Schachtschneider gemeinsam mit Sue Larisch am 28. und 29. August mit und im Schlossgarten Oldenburg organisiert, wird gefilmt. Anfang September soll die Nordreportage „Tomaten-Alarm“ ausgestrahlt werden.

 

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