Niedersächsische Gartenakademie gibt Tipps gegen Schnecken

Ungebetene Gäste aus dem Garten vertreiben

Ammerland - Es gibt Gäste, die bei Gartenbesitzern nicht gerade gern gesehen sind. Zu diesen Gästen zählen hungrige Schnecken. Diese kommen aktuell zu Hauf aus ihren Verstecken und stürzen sich auf die frische Pflanzenkost. „Schnecken mögen feuchtes Wetter und sind bei ausreichender Luftfeuchtigkeit und an Regentagen besonders aktiv“, weiß Elke Kuper von der Niedersächsischen Gartenakademie in Rostrup. Die kleinen Tierchen können gut riechen und erkennen ihre Nahrung deshalb schon aus großer Entfernung. Doch was kann man gegen die Schädlinge tun und welche Methoden sind wirklich wirksam?

Schneckenarten

Zuerst sollte man wissen, dass es unterschiedliche Schneckenarten gibt. „Nacktschnecken richten am meisten Schäden an. Eine ausgewachsene Schnecke wiegt etwa 10 Gramm und genau so viel frisst sie auch am Tag“, sagt Elke Kuper. „In unseren Gärten findet man überwiegend die spanische Wegschnecke. Sie wird 10 Zentimeter lang und ist rotbraun.“ Vor allem wenn es dunkel wird, verlassen die Tiere ihren Unterschlupf. Am Tag verstecken sie sich unter Steinen, Brettern, dichten Pflanzenbeständen oder Hohlräumen im Boden. „Im Gegensatz zu Nacktschnecken richten Gehäuseschnecken nicht so viel Schaden an“, berichtet Elke Kuper.

Wer sein zartes Grün schützen möchte, der hat mehrere Möglichkeiten. Durch das Anbringen von Schneckenzäunen kann man die Tierchen beispielsweise fernhalten. „Hier sollte man regelmäßig kontrollieren, dass kein Pflanzenteil über den Zaun hängt, an dem die Schnecken hochkriechen können“, empfiehlt die Gartenexpertin.

Verschiedene Methoden

Zusätzlich dazu könne der Bestand an Schnecken-Feinden gefördert werden. Zu den natürlichen Feinden gehören beispielsweise Igel, Kröten, Vögel und Spitzmäuse. Auch Laufenten und Hühner fressen Schnecken. „Wenn man sich diese Tiere anschaffen möchte, sollte man sich aber natürlich über die Versorgung und die Haltung bewusst sein“, betont Elke Kuper.

Als weitere Methode kommt auch in Frage, die Schnecken in der Dämmerung einzusammeln und anschließend weit weg zu bringen. Diese gehört zu den „schneckenfreundlichsten“ Methoden. Wiederum gebe es auch Vorgehensweisen, die den Schnecken schaden. „Da muss man schauen, wie man das mit seinem Gewissen vereinbaren möchte“, sagt Elke Kuper. Mit Bierfallen und speziellen Ködern kann man die Tiere beispielswiese anlocken. Die Gefäße werden in den Boden gegraben. Die Schnecken kriechen dann in die Gefäße und ertrinken. Aber Achtung: Die toten Schnecken sollte nicht in die Beete gekippt werden, da das wieder neue Schnecken anlockt. Im Handel ist auch sogenanntes Schneckenkorn erhältlich. „Die Mittel sind aber unbedingt von Kindern und Haustieren fernzuhalten“, weiß Elke Kuper. Je nach Wirkstoff reagieren die Schnecken mit vermehrter Schleimproduktion und schleimen aus oder verenden.

Bodenpflege

Durch eine gute Bodenpflege könnten Schneckenverstecke reduziert werden. Regelmäßige Bodenpflege würde die Erde feinkrümelig machen, sodass es keine Hohlräume mehr gibt, in denen Eier abgelegt werden können. Zusätzlich fördere feuchter Boden die Aktivität von Schnecken. Deshalb empfiehlt die Gartenexpertin morgens zu gießen, damit die nachtaktiven Schnecken sich nicht so gut fortbewegen können.

„Grundsätzlich kann man sagen, dass man beim Vorgehen gegen Schnecken Geduld braucht“, sagt Elke Kuper. Verstecke der Schnecken sollten regelmäßig kontrolliert und Ei-Gelege freigelegt werden, damit Vögel sie fressen können.

„Gute Bodenpflege, Förderung der Nützlinge, Absammeln und das Aufstellen von Schneckenzäunen in Gemüsebeeten können einen Befall eindämmen“, fasst sie zusammen. Und wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann auf Pflanzen zurückgreifen, die Schnecken nicht mögen. Dazu gehören zum Beispiel die Schleifenblumen, Pfingstrosen und Stauden. Und auch Gräser und Farne werden nicht gefressen.

 

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