Nordenhamer Gärten

Schon früh am Morgen geht’s in die Beete

Nordenham - Maria Deberding ist eine Powerfrau. Die 88-Jährige hat bereits als junges Mädchen intensiv in der Landwirtschaft gearbeitet. Später zog sie sechs Kinder groß und bereiste alle Kontinente. Vor zwei Jahren verlegte Maria Deberding ihren Wohnort von Vechta nach Nordenham. Seitdem lebt sie in einem kleinen Einfamilienhaus mit Garten, den sie nahezu alleine bewirtschaftet. Mit rund 1000 Quadratmetern ist das Grundstück aber alles andere als klein.

Viel Arbeit

Die Pflege der vielen Zier- und Nutzpflanzen erfordert viel Arbeit. Jetzt in den Sommermonaten ist Maria Deberding täglich in ihrem Garten anzutreffen, manchmal schon um fünf oder sechs Uhr morgens. Die Rentnerin ist glücklich und hat das gute Gefühl, in der Unterweserstadt, wo auch einer ihrer Söhne lebt, angekommen zu sein. „Hier steht mein Bett und hier ist mein Garten“, sagt sie strahlend.

Wenn man Maria Deberding besucht, beeindruckt bereits der Vorgarten mit der Sternmagnolie, den vielen üppigen bunten Stauden und Einjährigen. In dem etwa zwölf mal sechs Meter großen Blumenbeet gedeihen unter anderem Borretsch, Ringelblumen, violetter Mohn, Herbstanemonen, Phlox, Königskerzen und Kugeldisteln, die jede Menge Bienen und Schmetterlinge anziehen.

„In diesem Jahr wachsen die Pflanzen besonders gut“, freut sich die Naturliebhaberin, die etliche ihrer Stauden aus Vechta mitbrachte. „Wahrscheinlich liegt das an dem Kompost, mit dem ich alles gedüngt habe“, mutmaßt sie. Auch der feuchte Frühling dürfte das Wachstum begünstigt haben.

Die Samen der Einjährigen sammelt die Hobbygärtnerin nach dem Verblühen regelmäßig ab. Das macht sie auch in dem riesigen Garten hinter ihrem Haus, der ein Paradies für Gartenfreunde ist. Dort finden sich neben der Blütenpracht durch Rosen verschiedene Stauden sowie allerlei Obst- und Gemüsesorten. Um nur einige Beispiele zu nennen: Maria Deberding kann in jedem Sommer Physalis, Erdbeeren, Himbeeren, Zwetschgen, Johannisbeeren, Äpfel und Birnen ernten.

Bohnen und Zwiebeln

Noch vielfältiger ist die Auswahl an Gemüse. Das Spektrum reicht von dicken Bohnen, Roter Bete und Grünkohl über Kohlrabi, Gurken und Porree bis hin zu Kürbis, Rosenkohl, Schalotten und Steckzwiebeln.

Ungewohnt ist für die 88-Jährige der schwere, aber fruchtbare Kleiboden, den sie zusammen mit ihrem Sohn Stephan bearbeitet. Im Landkreis Vechta ist die Erde wesentlich sandiger.

Verwendung findet bei Maria Deberding auch der bei vielen unbeliebte Giersch. Bereits in ihrer Kindheit wurden aus dem sich schnell über unterirdische Ausläufer verbreitenden Wildgemüse Suppen und Eintöpfe gekocht. Nacktschneckenprobleme hat die 88-Jährige in ihrem Garten übrigens nur bedingt. Sie zählen zu den Lieblingsgerichten der vier Hühner, die ihr Revier im hinteren Teil des Außengeländes haben.

 

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