Exoten

Leckere Kaktusfrüchte

Aus dem immer reichhaltigeren Angebot von exotischen Früchten sind uns auch die Kaktusfeigen bekannt, eine Delikatesse, die mit Vorsicht genossen werden sollte.

Sie besitzen nämlich kleine Dornenpolster mit Widerhaken, die, sitzen sie in der Haut fest, Entzündungen hervorrufen können. Die gekühlten Früchte werden deshalb vor dem Verzehr am besten mit Haushaltshandschuhen als Schutz dünn geschält.

Auch wenn die Feigenopuntie, Opuntia ficus-indica, die diese Früchte entwickelt, aus subtropischen Gebieten Mittelamerikas stammt, kann sie bei uns gut in Kübeln gehalten werden; rund um das Mittelmeer, auf den Kanaren und in Australien ist diese Pflanze inzwischen verwildert und gilt dort als Unkraut.

Feigenopuntien lassen sich unproblematisch aus Samen und Stecklingen vermehren. Die Samen kann man einfach den Früchten entnehmen und von anhaftendem Fruchtfleisch befreien. Da die Samen sehr hartschalig sind, erleichtert eine mechanische Verletzung die Keimung; dazu werden sie mit etwas scharfem Sand zwischen zwei Brettchen gerieben. Es wird in normale, etwas sandige Erde ausgesät und nur dünn abgedeckt. Die ideale Keimtemperatur liegt bei 25 Grad, wobei die Nachttemperaturen durchaus niedriger sein dürfen. Die nach einiger Zeit erscheinenden Opuntiensämlinge werden pikiert und nach dem Erstarken in Kübel gepflanzt.

Einfacher ist jetzt im August eine Vermehrung durch Stecklinge. Dazu werden die obersten Opuntienglieder an der engsten Stelle abgeschnitten und einige Tage trocken gelegt, bis die Schnittstelle regelrecht abgetrocknet ist. Erst dann werden sie in reinen, leicht feuchten Sand gesteckt, mäßig warm gehalten und ab und zu mit Wasser übersprüht. Nach kurzer Zeit bewurzeln sich die Stecklinge, was dadurch zu erkennen ist, dass die Glieder wieder fest und prall werden.

Als Kübelerde eignet sich ein lehmiges, mineralisches Substrat. Über Sommer bekommen die Pflanzen einen vollsonnigen und geschützten Standort, wo sie sich schnell verzweigen und zu kräftigen Exemplaren heranwachsen. Der Wasserbedarf ist auch über Sommer nur mäßig; als Düngung genügt eine Gabe zum Wachstumsbeginn im Frühjahr und eine im Juni zur Blütezeit. Aus den dekorativen roten Kakteenblüten entwickeln sich dann etliche gelbrote Früchte, die auch in unseren Breiten an einem sonnigen und warmen Standort ausreifen.

Für die Überwinterung gibt es mehrere Möglichkeiten. In ganz milden Klimabereichen, wie dem Weinbauklima, kann eine Freilandüberwinterung versucht werden; die Pflanzen vertragen bis zu minus fünf Grad Frost, ohne Schaden zu nehmen. Dazu werden die Kübel an einem geschützten Platz in den Boden versenkt und bei frostigen Temperaturen mit Reisig oder Strohmatten geschützt. Möglich ist auch eine kühle und helle Überwinterung im Haus; während dieser Zeit ist ein Gießen nicht erforderlich. Da die Feigenopuntie auch trockene Luft verträgt, ist aber auch eine Überwinterung in mäßig warmen Wohnräumen möglich; hier ist der Boden immer etwas feucht zu halten.

 

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